WTOHongkong (epo). Zwei Tage vor Beginn der Ministerkonferenz der Welthandelsorganisation (WTO) haben am Konferenzort Hongkong tausende Globalisierungskritiker gegen das ungerechte Welthandelssystem demonstriert. Für den Nachmittag (gegen 20:30 mitteleuropäischer Zeit) war ein Protestmarsch im Stadtzentrum geplant. Im zentral gelegenen Victoria Park sammelten sich bereits Stunden zuvor tausende Demonstrationsteilnehmer.

Zahlreiche Polizei-Hundertschaften überwachen die Aktivitäten der Kritiker der WTO-Konferenz. Auch der Sitz der chinesischen Behörden der ehemaligen britischen Kronkolonie, der an der Demonstrationsstrecke liegt, wird von starken Polizeikräften überwacht.

Auf der WTO-Konferenz vom 13. bis 18. Dezember soll die Liberalisierung des Welthandels weiter voran getrieben werden. Die sogenannte Doha-Entwicklungsrunde der WTO wird unter Globalisierungskritikern und ärmeren Entwicklungsländern jedoch als Fehlschlag angesehen, da sie den Freihandel auf Kosten der Armen, vor allem der Kleinbauern in Ländern des Südens, forcieren würde. Die milliardenteuren Agrarsubventionen der Industrieländer, so die Verhandlungsstrategie der EU und der USA, sollen gegen Zugeständnisse der Entwicklungsländer hinsichtlich der Öffnung ihrer Märkte für global agierende Konzerne gesenkt werden.

Am Sonntag war Saudi-Arabien offiziell von der WTO als Mitglied aufgenommen worden. Der Welthandelsorganisation gehören damit 149 Mitgliedstaaten an.

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