ernaehrungsrat berlin 300Berlin. - In Berlin hat sich am Freitag ein "Ernährungsrat" für eine zukunftsfähige Ernährungs- und Landwirtschaftspolitik in der Region gegründet. Das INKOTA-netzwerk unterstützt den Ernährungsrat und setzt sich gemeinsam mit einem breiten Bündnis von Engagierten auf kommunaler und regionaler Ebene dafür ein, dass Lebensmittel weltweit ökologischer und gerechter produziert, gehandelt und konsumiert werden.

"Unser gegenwärtiges industrielles Agrarmodell führt uns in die Sackgasse", sagte Christine Pohl, die für INKOTA den Gründungsprozess des Ernährungsrats koordiniert. "Unser Ernährungssystem beutet Ressourcen aus und tritt Menschenrechte mit Füßen – die Leidtragenden sind vor allem arme Menschen im globalen Süden." Weil der Konsum in Berlin und Brandenburg weltweite Auswirkungen hat, setzt sich das INKOTA-netzwerk auch hier vor Ort für ein Ernährungssystem ein, das weder hier noch anderswo Menschen ausbeutet oder ihre Lebensgrundlagen vernichtet.

Der Ernährungsrat bringt alle lokalen und regionalen Akteure für den Wandel des Ernährungssystems zusammen: VerbraucherInnen, bäuerliche ErzeugerInnen, StadtgärtnerInnen, LebensmittelretterInnen, VertreterInnen der lokalen Lebensmittelwirtschaft und Gastronomie, WissenschaftlerInnen, VertreterInnen von Verbänden, Vereinen und Bildungseinrichtungen. Gemeinsam erarbeiten sie sowohl Forderungen an die Politik als auch eigene Aktivitäten für den zukunftsfähigen Wandel des Ernährungssystems in der Region.

Das Land Berlin hatte sich im Herbst 2015 mit der Unterzeichnung des "Milan Urban Food Policy Pact" selbst verpflichtet, ein nachhaltiges und gerechtes Ernährungssystem zu schaffen. An dieses Versprechen zu erinnern und dessen Umsetzung einzufordern, betrachtet der Ernährungsrat Berlin als eine seiner Aufgaben. Ernährungsräte gibt es bereits in vielen Städten, z.B. als "Food Policy Councils" in Großbritannien, den USA und Kanada. In Deutschland hatte sich der erste Ernährungsrat im März 2016 in Köln gegründet.

=> www.ernaehrungsrat-berlin.de 

Quelle: www.inkota.de 


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