oxfamBerlin. - Eine breite Mehrheit der Deutschen befürwortet die schnelle Einführung einer Finanztransaktionssteuer. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage hervor, die das Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid im Auftrag von Oxfam Deutschland durchgeführt hat. Ab Donnerstag treffen sich die europäischen Finanzminister, um über die Einführung einer Finanztransaktionssteuer (FTS) zu beraten.

Dem Ergebnis der Umfrage zufolge stimmten drei von vier Befragten (75 Prozent) der Aussage "Der Finanzsektor sollte sich an den Langzeitkosten der Finanz- und Wirtschaftskrise beteiligen" zu. Mehr als die Hälfte der Befragten will bald Ergebnisse sehen: Die Aussage "Um Finanzspekulationen einzudämmen, sollte Deutschland gemeinsam mit anderen europäischen Partnern eine Finanztransaktionssteuer noch in diesem Jahr einführen" erzielte eine Zustimmung von 57 Prozent.

Die größte Einigkeit gibt es nach Angaben von Oxfam über die Verwendung der zu erwartenden Einnahmen: 79 Prozent der Befragten finden, "die Einnahmen aus der Finanztransaktionssteuer sollten auch dafür genutzt werden, die weltweite Armut zu bekämpfen und die ärmsten Länder im Kampf gegen den Klimawandel zu unterstützen".

"Die Umfrageergebnisse sind ein klarer Auftrag an Finanzminister Wolfgang Schäuble", erklärte Pia Schwertner, FTS-Kampagnenkoordinatorin bei Oxfam Deutschland. "Die Menschen wollen eine Finanztransaktionssteuer, sie wollen sie bald und sie wollen die Einnahmen für Armutsbekämpfung und Klimaschutz verwendet sehen. Das Verständnis für weitere Verzögerungen schwindet. Schäuble und seine europäischen Kollegen müssen dafür sorgen, dass über die Finanztransaktionssteuer nicht endlos weiterverhandelt wird. Sie muss endlich beschlossen werden."

=> Die detaillierten Umfrageergebnisse

Quelle: www.oxfam.de 


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