bmzBerlin. – Das Bundesentwicklungsministerium (BMZ) und der Bundesverband Deutscher Stiftungen wollen private Stiftungen und Stifter stärker unterstützen, die sich entwicklungspolitisch engagieren. Für das BMZ unterstrich Staatssekretär Thomas Silberhorn die Bedeutung der Arbeit von Stiftungen und Philanthropen als wichtige Ergänzung zur staatlichen Entwicklungszusammenarbeit.

"Stiftungen und Philanthropen verfügen oftmals über Innovationen und Netzwerke, die über unsere Möglichkeiten hinausgehen", sagte Silberhorn. "So haben wir erst vor wenigen Tagen eine Initiative für Klinikpartnerschaften mit der Else-Kröner-Fresenius-Stiftung gestartet, die eine Menge Know-how in unsere Partnerländer bringen wird: Von der Ausbildung von Hebammen bis zu Hygienemaßnahmen zur Patientensicherheit. Das ist nur ein Beispiel dafür, wie Stiftungen sich in der Entwicklungszusammenarbeit einbringen können."

Das BMZ hat daher im Frühjahr dieses Jahres eine "Servicestelle für Stiftungen und Philanthropen" als zentrale Anlaufstelle eingerichtet. Gleichzeitig sollen Stiftungen künftig die Möglichkeit erhalten, ihr Kapitalvermögen in Fonds der KfW Entwicklungsbank anzulegen, die beispielsweise der Beschäftigungsförderung oder dem Klimaschutz in Entwicklungsländern dienen. Das neue Instrument des "Stiftungsmatchings" bringt interessierte Stiftungen mit EZ-erfahrenen Nichtregierungsorganisationen zusammen. Darüber hinaus berät die Servicestelle in fachlichen Fragen, vermittelt Kontakte und unterstützt die Entwicklung neuer Vorhaben.

Felix Oldenburg, Generalsekretär des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen, betonte: "Die Förderung der internationalen Arbeit deutscher Stiftungen ist heute ein wichtiger Schwerpunkt des Bundesverbands. So wie gesellschaftliche Herausforderungen nicht an Grenzen halt machen, so darf es auch das Stiftungswirken und zivilgesellschaftliche Engagement nicht tun." Gemeinsam mit dem BMZ arbeite man derzeit an einem "StiftungsReport", der nicht nur aufzeigt, wo deutsche Stiftungen sich bereits heute entwicklungspolitisch engagieren, sondern auch praktische Tipps für diejenigen gibt, die ebenfalls aktiv werden wollen.

Quelle: www.bmz.de 


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