gfbvGöttingen. - Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat den Appell von Bundeskanzlerin Angela Merkel an den äthiopischen Ministerpräsidenten Hailemariam Dessalegn begrüßt, in der Auseinandersetzung mit Oppositionellen die Verhältnismäßigkeit zu wahren. "Nach der blutigen Niederschlagung von Protesten von Oromo in den vergangenen zehn Tagen war diese Mahnung jedoch zu schwach", erklärte die Menschenrechtsorganisation.

"Wir hätten uns eine klare Verurteilung der Gewalt gewünscht, mit der die äthiopischen Sicherheitskräfte gegen Protestierende vorgegangen sind", sagte GfbV-Afrika-Experte Ulrich Delius am Dienstag in Göttingen nach der Rede von Merkel in Addis Abeba während ihres Staatsbesuches in Äthiopien am Dienstag.

"Bei vermutlich mehr als 500 Toten hätte Merkel auf einer unabhängigen Untersuchung der Vorfälle durch die Vereinten Nationen bestehen müssen, um zu unterstreichen, dass die brutale Unterdrückung von Regierungskritikern das Land in ein Pulverfass verwandelt und noch mehr Menschen die Flucht ergreifen müssen", betonte Delius.

Quelle: www.gfbv.de 


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