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Marrakesch. -  Deutschland bringt gemeinsam mit Marokko den Ausbau des weltgrößten und modernsten Solarkraftwerks in Ouarzazate voran. In einem neuen Finanzierungsvertrag sicherte Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, zusätzliche 60 Millionen Euro in Form von Krediten zu.

Bei der Unterzeichnung des Abkommens zwischen der KfW Bankengruppe und der marokkanischen Energieagentur auf der Weltklimakonferenz in Marrakesch sagte der Minister:  "Was in der marokkanische Wüste mit deutscher Unterstützung und deutschem Knowhow entstanden ist, zeigt: Gemeinsam können wir den Klimawandel stoppen. Marokko vollzieht eine ehrgeizige Energiewende und ist damit Vorbild für Afrika. Mit dem weiteren Ausbau des Solarkraftwerks in Ouarzazate unterstützen wir Marokko auf diesem Weg und bauen unsere wirtschaftliche Zusammenarbeit aus. Es ist ein technologischer Quantensprung, der Deutschen und Marokkanern gemeinsam in Ouarzazate gelungen ist. Das zeigen auch die Fortschritte in der Speichertechnik."

Die marokkanische Regierung hat sich zum Ziel gesetzt, in den nächsten vier Jahren 40 Prozent des Strombedarfs aus erneuerbaren Energien zu decken. Bis 2030 soll gar die Hälfte des Bedarfs aus erneuerbaren Energiequellen stammen. Das Solarkraftwerk in Ouarzazate wird 580 Megawatt grünen Strom produzieren und damit über eine Million Menschen versorgen. Damit werden rund 800.000 Tonnen CO2 eingespart. Für den Bau des Solarkomplexes hat die Bundesregierung bislang Kredite in Höhe von knapp 830 Millionen zur Verfügung gestellt. Turbinen und Parabolspiegel kommen von deutschen Unternehmen, heißt es aus dem BMZ.

In Mauretanien wird sich Bundesminister Müller am Mittwoch ein Bild von einem Land machen, das  gleich  mehrfach vom Klimawandel betroffen ist. Neben Dürren und einer Ausbreitung der Wüsten leiden die Menschen durch den steigenden Meeresspiegel auch an Überschwemmungen in den Küstenstädten. Deutschland arbeitete deshalb zusammen mit Mauretanien im Küstenschutz zusammen und entwickelt außerdem eine nachhaltige Fischereiwirtschaft.

Quelle: bmz.de


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