suedsudan flagge 100Juba. - Der Teilstaat Southern Liech im Südsudan ist aktuell schwer von Cholera betroffen. Die Mitarbeiter in der Hoffnungszeichen-Klinik in Nyal haben am Freitag von über 60 Betroffenen berichtet. Acht Menschen fielen der Cholera bereits zum Opfer. Die Dunkelziffer dürfte deutlich höher liegen, denn nicht alle Erkrankten erreichen die Klinik.

"Unsere medizinischen Mitarbeiter kämpfen darum, die Situation in Nyal und Umgebung in Schach zu halten. Bei der Medikamentenversorgung gibt es mittlerweile Engpässe, denn die Zahl von Patienten steigt. Bisher sind es mindestens 60 Fälle von Erkrankten und bereits acht Tote", berichtete ein Hoffnungszeichen-Mitarbeiter im Südsudan.

Die Menschenrechts- und Hilfsorganisation hat bereits Nachschub – spezielle Trinklösungen, die Salz und Glukose enthalten – bereitgestellt, welcher heute auf dem Luftweg eintreffen soll. Nyal liegt im Teilstaat Southern Liech (in Panyijar County) in den Sumpfausläufern des Nils und beherbergt eine der beiden Kliniken des Vereins im Südsudan. Laut Weltgesundheitsorganisation sollen sich bereit 3.000 Menschen im gesamten Land infiziert haben.Die Hilfe erreicht nicht alle Betroffenen„Der Cholera-Ausbruch resultiert aus Problemen im Bereich Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene.

"Vereinzelte Orte in Southern Liech und die Inseln rund um Nyal, wo Flusswasser getrunken wird, sind besonders betroffen. Die Distanzen zwischen den einzelnen Ortschaften sind groß und der Transport der Erkrankten in unsere Klinik ist kompliziert. Es gibt nur beschränkt Kanus und Boote zum Festland. Viele Infizierte erreichen uns somit nicht und haben damit keine Chance auf eine medizinische Behandlung“, erläutert der Leiter der Hoffnungszeichen-Klinik in Nyal.

"Wir erhalten täglich Nachrichten von Neu-Erkrankungen aus unserer Klinik. Wir müssen dran bleiben und den Menschen medizinisch, und vor allem auch mit unserer Aufklärungsarbeit, helfen", stellt Reimund Reubelt, Erster Vorstand von Hoffnungszeichen, fest. "Die Zahlen, die uns übermittelt werden, sind deutlich höher als die offiziellen Angaben und bisher ist kein Rückgang der Infizierungen in Sicht. Im Gegenteil, es scheint, wir haben einen erneuten Ausbruch in der Region. Gerade unter dem Aspekt der weiterhin volatilen Situation in dem unter Hunger und politischen Krisen leidenden Land müssen wir hier eingreifen und Hilfe leisten.“

Quelle: hoffnungszeichen.de


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