Karl K?belBensheim/Wald-Michelbach (epo). Der sozial engagierte Unternehmer und Stifter Karl Kübel ist am Freitag in seinem Wohnhaus auf der Tromm im südhessischen Wald-Michelbach im Alter von 96 Jahren gestorben. Kübel hatte nach dem Zweiten Weltkrieg mit den "3K"-Möbelwerken eines der führenden europäischen Möbelunternehmen aufgebaut. 1972 gründete er die nach ihm benannte Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie und brachte in sie das 1973 verkaufte Industrie-Unternehmen "3K" sowie den größten Teil seines Privatvermögens ein. Die Stiftung unterstützt gemeinnützige Arbeit im In- und Ausland.

"Die Karl Kübel Stiftung trauert um ihren Gründer Karl Kübel. Mit dem Verstorbenen verlieren wir einen großartigen Menschen, der zugleich unser aller Vorbild war. Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Ehefrau Mary Anne Kübel, seinen Kindern und Angehörigen", erklärten Stiftungsrat und Stiftungsvorstand.

"Bis zuletzt hat Karl Kübel regen Anteil an den Aktivitäten der Stiftung genommen und uns mit dem Erfahrungsschatz seines reichen Lebens bei unserer gemeinnützigen Arbeit im In- und Ausland unterstützt. Das Andenken des Verstorbenen wird uns darin bestärken, in seinem Sinne unsere Arbeit zugunsten von Kindern und Eltern entschlossen fortzuführen. Wir sind traurig ihn nicht mehr bei uns zu haben", so die beiden Stiftungsgremien in ihrer gemeinsamen Stellungnahme.

Die Verdienste Karl Kübels sind immer wieder von führenden Repräsentanten des öffentlichen Lebens hervorgehoben worden. Zuletzt würdigten prominente Gratulanten sein Leben und Werk anlässlich seines 95. Geburtstages am 6. September 2004 in ihren Glückwünschen: Für war Karl Kübel "ein bewundernswerter Unternehmer, der die ganz seltene Entscheidung getroffen hat, den allergrößten Teil seines Vermögens in seine Stiftung zugunsten von Familien einzubringen.

"Seine Großzügigkeit zeigt sich auch darin, dass er nicht nur in Deutschland, sondern auch in Entwicklungsländern Familien fördert", sagte der Bischof von Mainz und Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Karl Lehmann über Kübel. Schon 1966 begann Kübel mit der Förderung von Entwicklungsprogrammen in Tansania, Kenia, Afghanistan, Bolivien und Indien. Den Gesamterlös aus dem Unternehmensverkauf und den Großteil seines Privatvermögens von 72 Millionen Mark brachte Karl Kübel in die 1972 gegründete Stiftung ein. Diese hat ihren Sitz im südhessischen Bensheim und macht sich seither für die Belange von Familien stark, so "dass mehr Eltern in der Welt der leiblich-seelisch-geistige Nährboden für ihre Kinder sein können".

Die Stiftung beschäftigt heute weltweit mehr als 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ist umfangreich gemeinnützig aktiv: 2005 hat sie in den drei Bereichen ihrer gemeinnützigen Aktivitäten ? der Entwicklungszusammenarbeit in Indien, den Philippinen und im Kosovo, den drei Bildungsinstituten und der Familienarbeit in Deutschland ? mehr als neun Millionen Euro investiert.

Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie


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