amerika 21Caracas. - Die in Venezuela üblichen offiziellen Tests der technischen Abläufe vor Wahlen sowie das symbolische Plebiszit des Oppositionsbündnisses Tisch der Demokratischen Einheit (MUD) haben die Mobilisierungsfähigkeit der beiden politischen Lager demonstriert. Die Wahlbehörde CNE führte am Sonntag den Testlauf für die Kandidatenwahl zur verfassunggebenden Versammlung am 30. Juli durch, das Oppositionslager eine selbst organisierte Befragung der Bevölkerung, die unter anderem deren Verhinderung zum Ziel hat, berichtete amerika21 am Dienstag.

In Venezuelas Verfassung sind Volksbefragungen vorgesehen, sie müssen jedoch laut Artikel 293 von der Wahlbehörde organisiert und überwacht werden. Der "Wahlzettel" der Opposition beinhaltete zudem einen Appell an die Bolivarischen Streitkräfte, der Regierung die Gefolgschaft zu verweigern, sowie die Frage nach Zustimmung für die "Erneuerung der Staatsgewalten", die Durchführung von Wahlen und die Bildung einer "neuen Regierung der nationalen Einheit".

Die venezolanische Opposition bezeichnete kurz nach dieser symbolischen Abstimmung die Ergebnisse als großen Erfolg. Etwas mehr als sieben Millionen Venezolaner im In- und Ausland hätten sich beteiligt. Parlamentspräsident Julio Borges kommentierte auf seinem Twitter-Kanal: "Nicolás Maduro ist mit dem heutigen Tag abgewählt." Ein in internationalen Medien kolportiertes selbstgestecktes Ziel der Teilnahme von mindestens acht Millionen Personen, um von einem Erfolg sprechen zu können, hat der MUD demnach jedoch nicht erreicht. Allerdings sind die Zahlen nicht verifizierbar, so amerika21. Im Vorfeld der Abstimmung twitterte Borges noch, dass alle Venzolaner, "ob als Wähler eingeschrieben oder nicht, mit gültigem Ausweis oder ohne" an der Abstimmung teilnehmen könnten.

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Quelle: amerika21.de


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