amerika 21Havanna/Brüssel. - Mit dem Abkommen über politischen Dialog und Zusammenarbeit (PDCA) ist nach Auffassung des Delegationsleiters der Europäischen Union (EU) in Kuba, Alberto Navarro, ein neues Kapitel in den bilateralen Beziehungen aufgeschlagen worden, berichtete amerika21 am Freitag.

 In einem Interview mit der kubanischen Tageszeitung Granma sprach er über die ersten Schritte der Umsetzung des Abkommens zwischen dem sozialistischen Inselstaat und der EU. Das PDCA ist am 1. November in Kraft getreten, muss jedoch von den Parlamenten der 28 Mitgliedsstaaten genehmigt werden, so amerika21.

Bislang wurde das Dokument von Deutschland, Bulgarien, Estland, Ungarn, der Slowakei und der Tschechischen Republik ratifiziert.In einer Pressemitteilung merkte das kubanische Außenministerium seinerseits an, dass "die Beziehungen zwischen Brüssel und Havanna ein Niveau erreicht haben, das an denen zwischen Kuba und den einzelnen Mitgliedstaaten der EU anknüpft, die in den vergangenen Jahren bedeutende Fortschritte erzielt haben".

Damit wird auf den Umstand Bezug genommen, dass aufgrund des "gemeinsamen Standpunkts" der EU für den Zeitraum von 1996-2016 die Beziehungen sehr eingeschränkt waren, dass aber im Laufe der Zeit ein Großteil der Mitgliedstaaten trotzdem bilaterale Verträge mit Kuba geschlossen und die Beziehungen verbessert hatte, so amerika21. Der Chefredakteur der politischen Abteilung der kubanischen Agentur Prensa Latina, Nestor Marin, bemerkte in einem Interview, am wichtigsten sei, dass "dem sogenannten 'gemeinsamen Standpunkt', der 1996 von der EU beschlossen und von Havanna von Anfang an als einseitig, interventionistisch, selektiv und diskriminierend abgelehnt wurde, ein Ende gesetzt worden ist".

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Quelle: amerika21.de


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