uno fluechtlingshilfeBonn. - Mehr als 1.000 Tage dauert mittlerweile der Konflikt im Jemen. Die Auswirkungen für die Zivilbevölkerung sind katastrophal: Drei Millionen Kinder, Frau und Männer wurden bislang zur Flucht gezwungen. Etwa elf Millionen Jemeniten befinden sich in akuter Lebensgefahr. Insgesamt 75 Prozent der Gesamtbevölkerung sind dringend auf internationale Hilfe angewiesen. Darauf hat die UNO-Flüchtlingshilfe am Mittwoch aufmerksam gemacht.

Aufgrund der sich verschlechternden Lage im Jemen haben die Vereinten Nationen einen rund drei Milliarden Dollar (ca. 3,67 Mrd. Euro) umfassenden Hilfsplan veröffentlicht, um über 13 Millionen Menschen mit Basisgütern zu versorgen. Der jetzt verkündete Plan ist der bisher größte gemeinsame Aufruf für den Jemen.

"Der Jemen braucht dringend eine rasche politische Lösung. Bis diese erreicht ist, benötigt das Land verstärkt humanitäre Hilfe. Sie ist der Rettungsanker für Millionen Menschen", erklärte Peter Ruhenstroth-Bauer, Geschäftsführer der UNO-Flüchtlingshilfe. Die anhaltende Gewalt, verstärkt durch den Ausbruch der Cholera und eine Hungersnot, haben zur Zerstörung der Lebensgrundlagen geführt. Die Folge sind weitere Fluchtbewegungen ohne Aussicht auf Rückkehr: 89 Prozent der bereits Vertriebenen im Jemen leben schon mehr als ein Jahr von ihren Heimatorten entfernt.

Seit Beginn der Jemen-Krise im März 2015 hat das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) mehr als eine Million Menschen mit dem Lebensnotwendigen versorgt. UNHCR-Helfer sorgen für Unterkünfte und verteilen Plastikplanen, Decken und Matratzen. Im Rahmen der UNHCR-Winterhilfe erhalten derzeit rund 18.500 vertriebene Familien (insgesamt 129.000 Personen) Bargeldhilfen. Mit dem Geld kaufen die Familien Kleidung oder begleichen damit die gestiegenen Kosten für Brenn- und Heizmaterialien.

"Bislang sind nur weniger als die Hälfte der notwendigen Gelder für die lebensrettende Hilfe eingetroffen" so Ruhenstroth-Bauer. "Die Jemen-Hilfe des UNHCR ist weiter drastisch unterfinanziert. Die UNO-Flüchtlingshilfe, der deutsche Partner des UNHCR, ruft daher dringend zu Spenden auf."

Quelle: www.uno-fluechtlingshilfe.de 


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