handicap internationalBerlin. - Eine Porträt-Kunstaktion mit dem Titel "90 Schicksalsschläge" soll am Freitag auf dem Berliner Gendarmenmarkt auf die Opfer der Bombardierungen von Wohngebieten aufmerksam machen. Jeden Tag werden 90 Zivilpersonen durch Explosivwaffen getötet oder verletzt. Die Aktion ist Teil des "Inside Out Projekts" und unterstützt die weltweite Kampagne "Stop bombing civilians" der gemeinnützigen Organisation Humanity & Inclusion, der Dachorganisation von Handicap International Deutschland.

Bei der Kunstaktion, die von 10 bis 16 Uhr auf dem Berliner Gendarmenmarkt stattfindet, werden 90 schwarz-weiße, überlebensgroße Nahaufnahmen von Opfern auf dem Boden ausgelegt. Die Ausstellung soll gegen den Einsatz von Explosivwaffen in Ballungsgebieten und deren verheerende Folgen für die Zivilbevölkerung mobilisieren. Den 90 Opfern pro Tag wird so ein Gesicht gegeben. Stellvertretend für die Betroffenen weltweit zeigen die Aufnahmen Menschen aus Laos, Irak, Südsudan und Kolumbien.

Die Folgen der Bombardierungen sind katastrophal: Tod, Behinderungen, psychische Traumata, Zwangsumsiedlungen, Zerstörung wesentlicher Infrastrukturen wie Krankenhäuser und Schulen, Verseuchung großer Gebiete mit explosiven Resten. Die Städte Rakka in Syrien, Mossul im Irak und die Donbass-Region in der Ukraine sind besonders stark betroffen. Acht Millionen Tonnen Schutt sind allein in Mossul durch explosive Rückstände verunreinigt.

Die Aktion von Humanity & Inclusion findet auch in Paris, Lyon und Luxemburg statt und wird im Rahmen des "Inside Out Projekts" organisiert. Das 2011 initiierte Projekt des Künstlers JR bietet Einzelpersonen und Gruppen auf der ganzen Welt ein Instrument, um auf Ungerechtigkeiten hinzuweisen.

=> www.insideoutproject.net/en/best-of 

Quelle: www.handicap-international.de 


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