daadBerlin. - Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert die Internationalisierung des Lehramtsstudiums. Angehende Lehrerinnen und Lehrer sollen mehr internationale und interkulturelle Erfahrungen sammeln. Deshalb sollen die Hochschulen die Lehramtsstudiengänge internationaler gestalten können, zum Beispiel durch mehr Kooperationen mit ausländischen Partnerhochschulen. Diese Ziele verfolgt das neue Programm Lehramt.International des Deutschen Akademischen Austauschdiensts (DAAD).

Das BMBF finanziert das Programm für eine Laufzeit von vier Jahren. Ab sofort können sich Studierende und Hochschulen für die einzelnen Linien des Förderprogramms bewerben.

"Weltoffenheit, Weltgewandtheit und Sprachfertigkeit vermitteln insbesondere Lehrerinnen und Lehrer gut, die selbst Erfahrungen im Ausland gesammelt haben. Ein Semester oder Praktikum im Ausland ist eine vielfältige Bereicherung: individuell für die Studierenden selbst, aber auch später in der beruflichen Praxis vor der Klasse", sagte Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU).

Bislang sammeln Lehramtsstudierende im Vergleich zu anderen Fachdisziplinen wenig Erfahrungen im Ausland. Auslandsaufenthalte sind oft noch nicht Bestandteil im Curriculum. Im Ausland erbrachte Studienleistungen können häufig nicht anerkannt werden. Nach Zahlen des Deutschen Akademischen Austauschdiensts (DAAD) hat jeder dritte junge Englisch-, Französisch- oder Spanischlehrer während des Studiums keine Auslandserfahrungen gesammelt.

Deutsche Schulen sind heute Orte von Diversität und kultureller Vielfalt. Eine Kernaufgabe angehender Lehrerinnen und Lehrer ist die Befähigung junger Menschen zu kritischem, aber zugleich weltoffenem und verantwortungsvollem Denken und Handeln. Internationale und interkulturelle Kenntnisse und Erfahrungen sind dabei gerade für Lehrerinnen und Lehrer in immer heterogener werdenden Klassenzimmern von zentraler Bedeutung. Bislang sind Lehramtsstudiengänge jedoch nur vereinzelt international aufgestellt und die Mobilitätsraten der Studierenden – insbesondere im Grundschulbereich – vergleichsweise gering.

"Deutschlands künftige Lehrerinnen und Lehrer arbeiten in einer zunehmend globalisierten Welt und in internationalen Klassenzimmern. Erfahrungen im Ausland und interkulturelle Kenntnisse helfen ihnen, gut zu unterrichten und eine höhere Sensibilität für den Unterricht mit einer vielfältigen Schülerschaft zu entwickeln", sagte DAAD-Präsidentin Margret Wintermantel. "Ziel muss es sein, dass viel mehr Lehramtsstudierende Auslandserfahrung sammeln können. Mit unserer Programminitiative unterstützen wir Studierende und Hochschulen gleichermaßen dabei, dieses Ziel zu erreichen."

Gemeinsam mit Partnern aus Praxis, Wissenschaft und Politik möchten BMBF und DAAD erreichen, dass angehende Lehrerinnen und Lehrer zum Umgang mit internationaler Diversität und kultureller Vielfalt an deutschen Schulen besser befähigt werden. Das Programm soll zudem die internationale Positionierung und Sichtbarkeit der Lehramtsstudiengänge verbessern und dazu beitragen, in den hochschuleigenen und gesetzlichen Rahmenbedingungen die Hindernisse für eine systematische Internationalisierung der Lehramtsausbildung abzubauen.

Das Förderangebot des Programms Lehramt.International setzt auf verschiedenen Ebenen an und sieht sowohl Stipendien für Lehramtsstudierende und -absolventen für Praktika an Schulen im Ausland als auch eine Förderung von Modellprojekten für die Internationalisierung der Lehramtsausbildung an deutschen Hochschulen vor. Flankiert wird das Programm durch eine Informations- und Marketingkampagne sowie Dialog- und Informationsmaßnahmen, die sich an die Studierenden selbst, Lehrende und Hochschulen und an Entscheidungsträger richtet.

=> Weitergehende Informationen: www.daad.de/lehramt 

Quelle: www.daad.de 


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