worldvisionFriedrichsdorf. - Die internationale Kinderhilfsorganisation World Vision hat für die drei vom Zyklon Idai betroffenen Länder, Mosambik, Simbabwe und Malawi die höchste Katastrophenstufe ausgerufen. "Es besteht die Gefahr, dass mehrere Staudämme in Mosambik und Simbabwe brechen, da die Aufnahmekapazitäten erreicht sind", erklärte Joseph Kamara, der in der Hafenstadt Beira die Hilfsmaßnahmen für World Vision koordiniert. Er berichtet von aktuell heftigen Regenfällen und auch für die nächsten Tage seien weitere Regenfälle vorhergesagt.

In manchen Gegenden stehe das Wasser fast acht Meter hoch, berichtete Kamara. "Etwa 350.000 Menschen leben in Risikogebieten und könnten ertrinken." Etwa 260.000 Kinder sind nach UNICEF-Angaben von der Katastrophe betroffen.

In Mosambik, Malawi und Simbabwe starben infolge des Zyklons mehr als 1.100 Menschen, so World Vision. Besonders Kinder seien gefährdet, verletzt zu werden, zu verhungern oder zu erkranken. Viele von ihnen wurden von ihren Familien getrennt und sind nun auf sich selbst gestellt. "Die Menschen sind verzweifelt, da viele Regionen von den Hilfskräften immer noch nicht erreicht werden konnten", so Kamara.

Die Katastrophe folgt auf eine lange Trockenperiode, die massive Ernteausfälle in mehreren Regionen zur Folge hatten. Allein in Mosambik sind geschätzt eine halbe Million Menschen auf der Flucht vor den Wassermassen. In Simbabwe wurden etwa 50.000 Menschen aus ihren Heimatdörfern vertrieben.

World Vision koordiniert seine Hilfe mit verschiedenen UN-Organisationen, anderen Hilfsorganisationen, der Regierung, den Gemeinden und religiösen Organisationen. Die wichtigsten Maßnahmen für die kommenden sechs Monate sind: der Schutz von Kindern, Aktivitäten, um die Ausbreitung von Krankheiten zu verhindern, wie die Versorgung mit Unterkünften und sauberem Trinkwasser, die Instandsetzung von Toiletten und Waschgelegenheiten. In den Gebieten, die erreicht werden können, hat die Kinderhilfsorganisation mit der Verteilung von Hilfsgütern an Tausende Familien begonnen.

Quelle: www.worldvision.de 


Back to Top
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok