fairtrade 100Köln. - Seit zehn Jahren gibt es "Fairtrade-Towns" – Städte und Kommunen, die sich für mehr Fairness im Welthandel einsetzen. Pünktlich zum Jubiläum erreicht die Kampagne einen weiteren Meilenstein: Die Spargelstadt Beelitz in Brandenburg erhielt am Freitag als 600. Stadt den Titel Fairtrade-Town. Mittlerweile lebt die Hälfte der Deutschen in einer Fairtrade-Stadt.

"Aus der Idee, Menschen zusammenzubringen, die sich gemeinsam für den fairen Handel stark machen, ist eine riesige Bewegung in ganz Deutschland geworden", sagte Claudia Brück, Vorstandsmitglied bei TransFair. Das kommunale Engagement zieht sich durch die gesamte Republik und ist keinesfalls an die Größe einer Stadt gebunden: Von kleineren Städten wie Beelitz bis hin zur Bundeshauptstadt Berlin – überall bringt die Kampagne Akteure aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft zusammen, um gemeinsam den Welthandel fairer zu gestalten.

Mit den globalen Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen hat sich die Bundesregierung verpflichtet, Armut und Hunger abzubauen, Handelsgerechtigkeit und Umweltschutz zu fördern – mithilfe von Politik, Wirtschaft sowie Zivilgesellschaft. Für die Umsetzung der 17 Ziele spielen Städte eine entscheidende Rolle.

"Kommunales Engagement ist der Schlüssel, um die Nachhaltigkeitsziele umzusetzen und fairen Handel in der Gesellschaft zu verankern", erklärte die Vorsitzende des Rates für nachhaltige Entwicklung, Marlehn Thieme. "Dazu gehört, das Bewusstsein für ethischen Konsum bei den Bürgerinnen und Bürgern zu stärken und die öffentliche Beschaffung fair und ökologisch zu gestalten. Die Kampagne Fairtrade-Towns leiste dazu einen bedeutenden Beitrag, so Thieme. Schließlich gehörten Städte und Kommunen zu wichtigen Einkäufern: Von Fairtrade-Kaffee in öffentlichen Einrichtungen bis zu Berufskleidung mit fairer Baumwolle – die Mengen, die sie einkaufen, machen auch kleinere Städte wie Beelitz zu wichtigen Handelspartnern.

Nach Eberswalde und Neuruppin ist die rund 12.000 Einwohner zählende Spargelstadt Beelitz die dritte ausgezeichnete Fairtrade-Town in Brandenburg. Vor allem die junge Generation legte sich für den Titel ins Zeug: Achtklässler des Sally-Bein-Gymnasiums und der Solar-Oberschule in Beelitz hatten beispielsweise Umhängetaschen entworfen und diese anschließend unter fairen Bedingungen in Südafrika produzieren lassen. Die offizielle Feier zur Titelverleihung findet am 1. Juni statt.

Die Kampagne Fairtrade-Towns vernetzt Akteure aus Politik, Wirtschaft sowie Zivilgesellschaft und setzt den fairen Welthandel dauerhaft auf die lokale Agenda. Und das nicht nur in Deutschland: Die Kampagne ist eine einzigartige Bewegung in mittlerweile 36 Ländern. Zudem engagieren sich auch Weltstädte wie London, Brüssel, Rom, Madrid, San Francisco oder Kopenhagen für den Fairen Handel und dürfen sich als Fairtrade-Town bezeichnen. Neben Städten setzen sich auch Universitäten und Schulen für den fairen Handel ein.

=> www.fairtrade-towns.de 

Quelle: www.fairtrade-deutschland.de 


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