caritasFreiburg. - In Guatemala ist die Umweltaktivistin Diana Isabel Hernández Juaréz auf offener Straße ermordet worden. Die 35-Jährige arbeitete als Freiwillige unter anderem in einem Jugendprojekt der Caritas Suchitepequéz, das die massive Umweltzerstörung in der Pazifik-Region des Landes aufzuhalten versucht. Einer der beiden Mörder konnte gefasst werden; über die genauen Hintergründe ist dennoch bislang nichts bekannt geworden.

Caritas international ist tief bestürzt über den Tod: "Diana Juaréz war ein wichtiger Teil unserer Arbeit in Suchitepequéz, allseits beliebt und äußerst engagiert im Einsatz für den Umweltschutz. Wir sind in Gedanken und Gebeten bei ihrer Familie. Vom guatemaltekischen Staat erwarten wir, dass er seiner Verantwortung gerecht wird, den abscheulichen Mord schnell aufklärt und alle Formen von physischer und psychischer Gewalt gegen Menschenrechts- und Umweltaktivisten im Land unterbindet", sagte Claudio Moser, Referatsleiter Lateinamerika bei Caritas international.

Diana Isabel Hernández Juaréz leitete in Suchitepequéz Jugendgruppen der katholischen Pfarreien an, die sich in 32 Gemeinden der Region unter anderem für die Wiederaufforstung entwaldeter Landstriche engagiert haben. Sie machte zudem bei politischen Veranstaltungen die Öffentlichkeit auf die Missstände im ökologischen und sozialen Bereich aufmerksam. Das Umwelt- und Sozialprojekt wird von Caritas international, dem Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes, unterstützt. Ziel ist es, sozio-ökologische Entwicklungshemmnisse zu bekämpfen.

Der Mord ereignete sich, wie jetzt bekannt wurde, am 7. September während einer Veranstaltung in der Gemeinde Monte Gloria, an der Diana Isabel Hernández Juaréz teilgenommen hatte. Jedes Jahr werden weltweit rund 200 Umweltaktivisten umgebracht, die große Mehrzahl davon in Lateinamerika. Oftmals stehen zivilgesellschaftliche Organisationen mit ihrem ökologischen Engagement ökonomischen Interessen im Weg.

Quelle: www.caritas-international.de 


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