uno fluechtlingshilfeBonn. - Im Nordwesten Syriens verschärfen die anhaltenden Kämpfe und der Winter die Lage der Menschen vor Ort, warnt die UNO-Flüchtlingshilfe, nationaler Partner des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR). Fast eine Million Menschen sind in der Region Idlib auf der Flucht, doch Hilfskräfte haben nicht immer Zugang zu den Betroffenen. Die Hilfsmaßnahmen in ganz Syrien sind weiterhin unterfinanziert: Bislang sind nur neun Prozent der benötigten Gelder eingetroffen.

Mitte März ist der neunte Jahrestag des Kriegsbeginns in Syrien. Frieden ist weiterhin nicht in Sicht. Viele Flüchtlingsfamilien leben in notdürftig zusammengebauten Häusern, die wenig Schutz vor Kälte und Feuchtigkeit bieten. Gleichzeitig spitzt sich in der Folge die Situation an den griechischen Grenzen weiter zu. Der UNHCR ist in der gesamten Region vor Ort und koordiniert mit anderen Organisationen humanitäre Hilfe für die Menschen.

"Bald neun Jahre Krieg und ein Teufelskreis aus Gewalt, Flucht und Vertreibung raubt den Menschen die Hoffnung. Hinzu kommt der Winter. Es bleibt daher der Appell, die Menschen in Syrien und den Nachbarländern nicht im Stich zu lassen", erklärte Peter Ruhenstroth-Bauer, Geschäftsführer der UNO-Flüchtlingshilfe. Der Bedarf an humanitärer Hilfe werde mit den aktuellen Kampfhandlungen im Norden voraussichtlich steigen. Auch die Fluchtbewegungen halten an: Die Türkei beispielsweise beherbergt weiterhin die größte Anzahl von Flüchtlingen weltweit, mit fast 4,1 Millionen Flüchtlingen, darunter 3,7 Millionen Syrer.

Die Lage in Griechenland ist zudem angespannt. "Die Ungewissheit für die Menschen, wie und wo es weitergeht, und der Winter zermürben die Menschen, die oft eine strapaziöse Flucht hinter sich haben. Die Flüchtlinge und die betroffenen Länder dürfen wir nicht im Stich lassen, es braucht gesamteuropäische Solidarität und Unterstützung", forderte Ruhenstroth-Bauer.

Quelle: www.uno-fluechtlingshilfe.de 


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