whh 150Berlin. - Die Situation der Flüchtlinge in Syrien, auf den griechischen Inseln oder an der türkisch-syrischen Grenze wird immer verzweifelter. Mehr als eine Million Menschen sind derzeit in einer katastrophalen Lage. Nur durch politische Lösungen und ein Ende des Krieges könne das Elend überwunden werden, mahnt die Welthungerhilfe.

"Menschen, die vor Krieg, Armut oder Verfolgung geflohen sind, werden von der Politik als Spielball und Geiseln benutzt", sagte Mathias Mogge, Generalsekretär der Welthungerhilfe. "Besonders schlecht geht es derzeit den Flüchtlingen in der syrischen Provinz Idlib. Dort erleben wir die schlimmste Flüchtlingskrise seit Ausbruch des Krieges. Etwa eine Million Menschen stehen mit dem Rücken zur Wand und sind den militärischen Angriffen schutzlos ausgeliefert."

Die überfüllten Flüchtlingscamps würden buchstäblich im Schlamm versinken, berichtete Mogge. Aufgrund der unzureichenden hygienischen Bedingungen bestehe die Gefahr, dass sich Krankheiten wie Cholera schnell ausbreiten. Befürchtet werde auch ein Ausbruch des Corona-Virus, der dort katastrophale Folgen hätte. Die provisorischen Behausungen böten keinen Schutz vor Frost und Regen. Die Zahl der Menschen, die sich nicht mehr allein ernähren können, sei in den letzten Wochen auf fast acht Millionen Menschen angestiegen. Gleichzeitig werde der Zugang für die Helfer immer schwieriger.

"Wir haben in den letzten Wochen 170.000 Menschen in der Provinz Idlib mit Nahrungsmitteln und Heizmaterial unterstützt, aber das reicht bei weitem nicht aus", sagte Mogge. "Die kriegerischen Handlungen müssen sofort eingestellt werden, damit die Menschen erreicht werden können und endlich Hilfe erhalten. Zusätzlich ist jetzt eine Vereinbarung auf europäischer Ebene notwendig, selbst wenn nur einige Länder zur Aufnahme von Flüchtlingen bereit wären. Die EU muss sich auf ihre Werte wie die Achtung der Menschenwürde und die Einhaltung der Menschenrechte besinnen."

Quelle: www.welthungerhilfe.de 


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