worldvisionFriedrichsdorf. - Angesichts deutlich steigender Zahlen von mit dem Coronavirus infizierten Menschen in Afrika und Teilen Südamerikas hat die internationale Kinderhilfsorganisation World Vision gefordert, umgehend die schwachen Gesundheitssysteme in diesen Ländern zu stärken. Dazu gehöre auch, einen freien Zugang zu Medikamenten sicherzustellen.

Ebola, Malaria, Tuberkulose – Gesundheitssysteme in armen Ländern müssen bereits mit vielen Belastungen zurechtkommen. Die Corona-Epidemie ist eine zusätzliche Herausforderung für diese schwachen Gesundheitssysteme, mit der sie nach Ansicht der Kinderhilfsorganisation nicht allein gelassen werden dürfen.

Zwar haben sich laut World Vision die Systeme zur Erfassung und Bekämpfung von infektiösen Krankheiten zum Beispiel in einigen Ländern Afrikas, aus Erfahrungen mit der Ebola Krise, mittlerweile verbessert. Doch die steigenden Zahlen von Corona-Infizierten, unter anderem in Ägypten, DR Kongo und Kamerun, zeigten deutlich auf, dass sich gerade in afrikanischen Ländern eine Katastrophe anbahne.

Ein grundsätzliches Problem bei Epidemien in Ländern mit schwachen Gesundheitssystemen ist die Versorgung mit entsprechenden Medikamenten. In vielen afrikanischen Ländern gibt es keine Krankenversicherungen. Die Patientinnen und Patienten müssen Medikamente und Impfstoffe, so es sie denn gibt, aus eigener Tasche bezahlen.

"Die internationale Gemeinschaft darf die armen Länder nicht außer Acht lassen und muss nun alles dafür tun, dass die Gesundheitssysteme in diesen Ländern gestärkt und der Zugang zu Medikamenten und Impfstoffen sichergestellt wird", sagte Fiona Uellendahl, Gesundheitsexpertin bei World Vision. "Ein Weg dahin wäre eine ausreichende Finanzierung der Weltimpfallianz Gavi. Auch Deutschland sollte hierzu einen Beitrag leisten und seine bisherigen Mittel für Gavi weiter aufstocken."

Auch in der DR Kongo gibt es immer mehr bestätigte Corona-Infektionen. Um die Ausbreitung zu stoppen, setzt World Vision auf die Erfahrungen im Kampf gegen frühere und aktuelle Epidemien wie Masern und Ebola. Die Bereiche Aufklärung und Prävention stehen dabei im Fokus der Arbeit. Die Verteilung von Seifen und der Aufbau von Handwaschstationen sind weitere Bausteine.

World Vision setzt zudem auf die Zusammenarbeit mit religiösen und kommunalen Autoritätspersonen. Anne-Marie Connor ist Landesdirektorin von World Vision in der DR Kongo: "Schon beim Kampf gegen Ebola ging es darum, gegen Desinformation und Mythenbildung vorzugehen. Religiöse und kommunale Autoritätspersonen genießen ein hohes Vertrauen in der Bevölkerung und haben, fachlich durch World Vision trainiert und begleitet, zuverlässige Informationen vermittelt. Auch bei der Information über Corona, seine Ausbreitung und Auswirkungen, können diese Personen wertvollen Einfluss ausüben."

Quelle: www.worldvision.de 


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