amerika 21Havanna. - Kubas Präsident Miguel Díaz-Canel hat neue Maßnahmen bekanntgegeben, mit denen das Land den wirtschaftlichen Folgen der Covid-19-Pandemie begegnen will. Der vollständige Einbruch des Tourismus und die mehrfache Verschärfung der US-Blockade hätten zur Einschränkung der Importkapazitäten geführt, welche sich in Form einer akuten Versorgungskrise bei Lebensmitteln bemerkbar mache. Das hat das Lateinamerika-Portal amerika21 am Dienstag berichtet.

Die Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik der Vereinten Nationen (Cepal) geht inzwischen für dieses Jahr von einer Rezession von acht Prozent auf Kuba aus. "Wir können auf wirtschaftlichem Gebiet nicht so weitermachen wie bisher", erklärte Kubas Präsident. Ab jetzt sollen deshalb 72 Geschäfte Lebensmittel, Hygiene- und Baumarktprodukte in Dollar verkaufen, gleichzeitig entfällt die zehnprozentige Steuer auf die Benutzung der US-Währung.

Die teilweise Dollarisierung des Einzelhandels ist Gegenstand eines umfangreicheren Reformpakets, in dessen Rahmen der nichtstaatliche Sektor auf der Insel weiter ausgebaut und professionalisiert werden soll. Privatunternehmen erhalten künftig eine eigene Rechtsform und dürfen über 37 staatliche Außenhandelsunternehmen Waren in US-Dollar exportieren. Die Lizenzausgabe soll "flexibilisiert" werden. Außerdem erhalten sie zusammen mit den Dienstleistungs- und Produktionskooperativen erstmals Zugang zu Großmarktimporten, so amerika21.

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Quelle: www.amerika21.de 


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