worldvisionBerlin. - Anlässlich des virtuellen Klimagipfels der Vereinten Nationen (12. Dezember) und angesichts zunehmender Umweltprobleme hat die internationale Kinderhilfsorganisation World Vision eine Wiederbegrünungsbewegung mit dem Titel "ReGreen the Globe" gestartet. Ziele sind u.a. die Unterstützung von Regierungen, technischen Partnern und Kleinbauern, damit diese in der Lage sind, nachhaltige und umweltfreundliche Landwirtschaft umzusetzen und degenerierte Böden mit Hilfe der regenerative Wiederaufforstungsmethode FMNR (farmer managed natural regeneration) wieder aufzuforsten.

Die Organisation setzt die Methode inzwischen in 26 Ländern um und erzeugt sowohl durch politisches Engagement als auch durch Ausbildung vor Ort eine wachsende Bewegung, die das Potential hat, Millionen Hektar verödetes Land zu regenerieren. Gleichzeitig verbessert sich das Leben der darauf lebenden Menschen.

Mit der Initiative soll zudem die UN-Dekade zur Wiederherstellung der Ökosysteme (2021-2030) unterstützt werden. Tony Rinaudo, Gewinner des Alternativen Nobelpreises und leitender Klimaexperte bei World Vision, betonte: "Fünf Jahre nach dem Klimagipfel in Paris ist die Welt in einem schlimmen Zustand. Viele Versprechungen wurden nicht umgesetzt. Wir müssen jetzt schnell handeln und verhindern, dass es zu einem weltweiten Kollaps der Umweltsysteme kommt und immer mehr Wälder abgeholzt werden, Böden veröden, somit immer mehr wertvolle Pflanzenarten verloren gehen und Tiere aussterben. Wie es bei der Corona-Pandemie der Fall ist, werden die Auswirkungen des Klimawandels weltweit zu spüren sein und vor allem für die kommenden Generationen schlimme Konsequenzen haben."

Mit Hilfe von FMNR können riesige Flächen degradierter Böden schnell und preiswert wieder aufgeforstet werden, da die Technik auf gesundes Wurzelwerk und vorhandene Samen im Boden zurückgreift. Bäume sind sowohl auf Landwirtschaftsflächen als auch in Wäldern enorm wichtig, um große Mengen CO2 aus der Atmosphäre zu speichern und können somit helfen, die Erderwärmung zu reduzieren.

Die Kinderhilfsorganisation macht auch darauf aufmerksam, dass keine Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren zur Teilnahme an der 26. UN-Klimakonferenz (COP26) eingeladen wurden. Damit werde eine Generation außen vorgelassen, die am stärksten unter den Folgen des Klimawandels zu leiden haben wird. "Wir fordern Generalsekretär Antonio Guterres auf, Kinder und Jugendliche an den Gesprächen zu beteiligen", sagte Ekkehard Forberg, Experte für Friedensförderung bei World Vision Deutschland.

Aus Anlass des Tags der Menschenrechte am 10.12. hat World Vision eine Umfrage mit 121 Kindern und Jugendlichen aus 12 Ländern durchgeführt und sie zu ihren Meinungen und Forderungen an die Politik befragt. Es zeigt sich, dass junge Menschen sehr genau über den Klimawandel Bescheid wissen und wie ihre Heimat und ihr direktes Umfeld durch die Auswirkungen negativ beeinflusst werden. Sie glauben den Warnungen der Wissenschaftler und wollen, dass Politiker Verantwortung übernehmen. "Weniger reden und mehr handeln, die Welt braucht Hilfe", forderte Emmanuel, 16 Jahre, aus Brasilien.

"Der Klimawandel vollzieht sich jetzt und bedroht die Verwirklichung der Rechte von Kindern und ihre Fähigkeit, ihr volles Potenzial zu entfalten", warnte Forberg. "Die Auswirkungen des Klimawandels werden in vielfältiger Weise negative Effekte auf die Zukunft von Kindern insbesondere in Ländern haben, die am wenigsten zum Klimawandel beigetragen haben."

Quelle: www.worldvision.de 


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