Berlin. - Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat die große Koalition aufgefordert, sich so schnell wie möglich auf ein Lieferkettengesetz zu verständigen. 2021 solle das Jahr menschenwürdiger Arbeitsbedingungen werden, erklärte die Gewerkschaft. Deutsche Unternehmen dürften nicht an Kinderarbeit oder Hungerlöhnen verdienen.

"Wir brauchen endlich ein wirksames Lieferkettengesetz, das bei Verstößen für die Unternehmen auch rechtliche Konsequenzen haben muss", sagte der ver.di-Vorsitzende Frank Werneke. Ver.di unterstütze das Engagement von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) für ein Gesetz mit klaren Haftungsregeln zum Schutz der Rechte von Betroffenen. Damit könne auch der Weg für eine wirkungsvolle europäische Lösung eröffnet werden.

In der vergangenen Woche hatten sich die beteiligten Ministerien - neben dem Arbeits- auch das Entwicklungs- sowie das Wirtschaftsministerium - zunächst nicht auf eine Kabinettsvorlage verständigen können. Im Januar soll nun ein neuer Versuch unternommen werden. Mit dem Lieferkettengesetz sollen hiesige Unternehmen verpflichtet werden, bei der Herstellung von Vor- oder Endprodukten sowie der Erbringung von Dienstleistungen auf die Einhaltung menschenwürdiger Arbeitsbedingungen zu achten und diese durchzusetzen.

"Der globale wirtschaftliche Erfolg deutscher Unternehmen darf nicht Ergebnis von Sklavenarbeit, Kinderarbeit und Hungerlöhnen in den Lieferketten sein. Gewissenlose und unwürdige Arbeitsbedingungen in den Lieferketten müssen beseitigt werden", stellte Werneke klar. Der Koalitionsvertrag von 2018 müsse endlich umgesetzt werden: "Das wäre ein gutes Signal gegenüber den Menschen, die in den globalen Lieferketten nach wie vor unter unwürdigen Bedingungen arbeiten und auf bessere Lebensbedingen nach der Pandemie hoffen."

Quelle: www.verdi.de 


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