venro 200Berlin. - Anlässlich des für Mittwoch geplanten Eckwertebeschlusses zum Bundeshaushalt hat der Verband Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe (VENRO) eine verlässliche und kontinuierliche Finanzierung der Entwicklungszusammenarbeit (EZ) und Humanitären Hilfe gefordert. Solidarität und internationale Kooperation seien gerade jetzt in der Corona-Pandemie von entscheidender Bedeutung, um Armut weltweit zu bekämpfen und die Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 zu verwirklichen.

"Die Bundesregierung hat im letzten Jahr zusätzliche Mittel zur Bewältigung der Corona-Pandemie und ihrer Folgen in Entwicklungsländern bereitgestellt", sagte Bernd Bornhorst, Vorstandsvorsitzender von VENRO. "Dafür hat sie viel Anerkennung bekommen. Die Regierung darf jetzt in ihrem finanziellen Engagement für eine global gerechte Welt nicht nachlassen. Für 2022 sollte der Haushalt des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) mindestens auf dem Niveau von 2021 in Höhe von 12,43 Milliarden Euro gehalten werden. Die mittelfristige Finanzplanung sollte so angelegt sein, dass auch künftig jedes Jahr wenigstens 0,7 Prozent des Bruttonationaleinkommens (BNE) für Entwicklungszusammenarbeit und Humanitäre Hilfe eingeplant werden. Alles andere würde der Herausforderung der durch Corona enorm steigenden Armut nicht gerecht werden."

Infolge der Pandemie hat die weltweite Ungleichheit dramatisch zugenommen. Nach Angaben der Weltbank leben 120 Millionen Menschen mehr als zuvor in extremer Armut. Die Menschen im globalen Süden trifft die Krise besonders hart. In den meisten Ländern gibt es weder soziale Sicherungssysteme noch staatliche Unterstützungsleistungen oder stützende Konjunkturpakete. "Als eines der wirtschaftsstärksten Länder der Welt muss sich Deutschland in dieser lebensbedrohenden Krise solidarisch zeigen und seiner internationalen Verantwortung nachkommen", forderte Bornhorst.

Quelle: www.venro.org 


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