IZABerlin (epo). - Die deutsche Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) hat zur Eröffnung der Konferenz "Employment and Development" in Berlin einen Zugang der Menschen in Entwicklungsländern zu produktiver Arbeit gefordert. "Die Menschen in den Entwicklungsländern brauchen Zugang zu produktiver Arbeit und sie brauchen vor allem menschenwürdige Beschäftigungsmöglichkeiten", sagte die Ministerin auf der von der Weltbank und dem Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA) ausgerichten Konferenz.

"Armutsbekämpfung und Beschäftigung hängen eng zusammen", sagte Wieczorek-Zeul. "Ohne Beschäftigung lassen sich die Millenniumsentwicklungsziele nicht erreichen." Die Konferenz "Employment and Development" dauert bis 27. Mai und soll u.a. Möglichkeiten der Steigerung der Zahl sozial und ökologisch verantwortbarer Arbeitsplätze in Entwicklungsländern ausloten.

Wieczorek-Zeul erinnerte daran, dass weltweit mindestens eine halbe Milliarde Menschen unterbeschäftigt oder arbeitslos seien, die meisten von Ihnen in den Entwicklungsländern. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit unterstütze deshalb die Partnerländer bereits seit Jahren in der Beruflichen Bildung, bei der Förderung des Privatsektors, bei der Beratung von kleinen und mittleren Unternehmen, bei der Schaffung von Rechtssicherheit für Investoren und bei der Bereitstellung von (Klein-)Krediten.

"Uns geht es um menschenwürdige Arbeit. Soziale Mindeststandards müssen weltweit durchgesetzt werden. Dabei stehen für uns die Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) im Mittelpunkt: Keine ausbeuterische Kinderarbeit, Verbot von Zwangsarbeit und das Recht auf freie Gewerkschaften", so die Ministerin.

Besonders hob die Ministerin die Notwendigkeit hervor, Arbeit und Beschäftigung für junge Menschen zu schaffen. "Heute leben auf der Erde mehr als drei Milliarden Menschen, die jünger sind als 25 Jahre. Gleichzeitig wird die Weltbevölkerung in der nächsten Generation um weitere zwei Milliarden Menschen anwachsen. Nur wenn diese junge Generation über Lebensperspektiven und über Arbeit verfügt, werden wir auf Dauer in Frieden leben können."

Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit (IZA)
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)


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