Karin Kortmann

Berlin (epo.de). - Die Förderung der Grundbildung in Entwicklungsländern bleibt für die deutsche Entwicklungszusammenarbeit ein wichtiger Schwerpunkt. Das hat die parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), Karin Kortmann, anlässlich der Vorstellung des Weltbildungsberichts 2007 der UNESCO bekräftigt. Der Bericht konzentriert sich in diesem Jahr auf die frühkindliche Erziehung.

 

"Die Herausforderungen zur Entwicklung des Bildungsbereichs sind weiterhin groß", sagte Kortmann (Foto) am Donnerstag in Berlin. "Die Lage in vielen Ländern, insbesondere in Afrika, bleibt dramatisch. Bildung ist Menschenrecht, aber auch Voraussetzung für nachhaltige Armutsbekämpfung und Entwicklung."

Weltweit könnten mehr als 77 Millionen Kinder im Grundschulalter keine Schule besuchen, 60 Prozent davon Mädchen. Deshalb werde sich das BMZ im Bereich der Grundbildung weiter engagieren. Der diesjährige Bericht der UNESCO zur weltweiten Bildung stellt die frühkindliche Förderung und Erziehung in den Mittelpunkt. Außerdem werden die Entwicklungen der Jahre 1999 bis 2004 aufgezeigt.

"Die deutsche Regierung hat 2002 zugesagt, die bilateralen Mittel für Grundbildung bis 2007 auf 120 Millionen Euro zu verdoppeln. Deutschland gehört damit neben Japan und Frankreich weiter zu den wichtigsten bilateralen Gebern im Bildungsbereich", erklärte Kortmann.

Die steigende Finanzierung von außen müsse aber auch von der zunehmenden Mobilisierung nationaler Ressourcen in den Entwicklungsländern begleitet werden, forderte Kortmann. Die Eigenverantwortung und der Aufbau personeller und organisatorischer Kapazitäten in den Partnerländern sei entscheidend, um der geringen Einschulungsrate entgegen zu wirken.

Hauptursachen für niedrige Einschulungsraten seien unter anderem schlechte Bildung der Eltern, die Vernachlässigung der Zusammenhänge zwischen frühkindlicher Erziehung und Grundbildung, das Fehlen qualifizierter Lehrkräfte sowie zu geringe Bildungsausgaben, so das BMZ. "Im Rahmen der "Education for All - Fast Track Initiative" will Deutschland daher diese Themen verstärkt behandeln - auch im Rahmen unserer G8-Präsidentschaft", so die parlamentarische Staatssekretärin.

2007 übernimmt Deutschland zusammen mit der Weltbank im Rahmen des G8-Vorsitzes zugleich den Vorsitz der "Fast Track Initiative". Dabei werde Deutschland seine Bemühungen noch einmal verstärkt auf Qualität und effiziente Bildungsstrukturen vor Ort ausrichten, kündigte Kortmann an.

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