BMZBonn (epo.de). - Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hat Kamerun im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit Mittel in Höhe von 29 Millionen Euro für die Jahre 2006 und 2007 zugesagt. Schwerpunkte der Kooperation sind die Verbesserung der Gesundheitsversorgung, der Schutz und die nachhaltige Nutzung des Tropenwaldes sowie die Dezentralisierungspolitik.

Bei den Regierungsverhandlungen in Bonn sei auf ausdrücklichen Wunsch der kamerunischen Seite auch ein Beratungsvorhaben zur Umsetzung der Erklärung von Paris zur Verbesserung der Wirksamkeit der Entwicklungszusammenarbeit vereinbart worden, teilte das BMZ mit. In Übereinstimmung mit der Paris-Erklärung sei eine direkte finanzielle Unterstützung in den Sektoren Forst und Gesundheit zugesagt worden.

"Diese Zusagen sind an klare Bedingungen hinsichtlich weiterer Politikfortschritte, einer transparenten Haushaltsführung und der verstärkten Bekämpfung der Korruption geknüpft", so das BMZ. Kamerun habe in den vergangenen Jahren deutliche Anstrengungen unternommen, um einen Weg aus der wirtschaftlichen und sozialen Krise zu finden, in der sich das Land seit Mitte der 1980er Jahre befunden hatte. Umfassende Reformen hätten dazu geführt, dass die kamerunische Wirtschaft heute ein deutliches Wachstum aufweise und wichtige Geber wieder Vertrauen in die Bereitschaft der Regierung gefasst haben, die Entwicklung des Landes voranzutreiben und die Armut zu bekämpfen, lobte das BMZ.

Aufgrund der positiven Entwicklungen hatte die internationale Staatengemeinschaft im April dieses Jahres die weitgehende Entschuldung Kameruns im Rahmen des HIPC-Prozesses beschlossen. Die aus der Entschuldung frei werdenden Haushaltsmittel in Höhe von rund 200 Mio. Euro  pro Jahr bis 2015 sollen ausschließlich zur Armutsbekämpfung verwendet werden. Ein im HIPC-Prozess vorbildliches Gremium aus kamerunischen Vertretern der Regierung und Zivilgesellschaft sowie der bi- und multilateralen Geber entscheidet über die konkrete Verwendung dieser Mittel.

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