SomaliaBerlin (epo.de). - Angesichts der angespannten humanitären Lage in Somalia haben Caritas international und Diakonie Katastrophenhilfe zu stärkeren Anstrengungen für die Flüchtlinge und Vertriebenen aufgerufen. "Das Ende der Kämpfe bedeutet nicht das Ende der Not der Flüchtlinge", warnte der Leiter von Caritas international, Oliver Müller. Hunderttausende von Menschen harrten aus Angst vor Kämpfen und Unruhen weiterhin in provisorischen Flüchtlingslagern aus. Auch CARE weitet seine Hilfe aus. CARE appellierte an die Übergangsregierung, die Wege für humanitäre Hilfe zu sichern.

"Unabdingbare Voraussetzung für eine politische Lösung des Konfliktes ist es, die seit Jahren katastrophalen Lebensbedingungen der Menschen in Somalia zu verbessern. Humanitäre Hilfe ist ein wesentlicher erster Schritt dazu", erklärte Thomas Hoerz, Abteilungsleiter der Diakonie Katastrophenhilfe.

Caritas und Diakonie wollen aufgrund der anhaltenden Not ihre Hilfe für die Flüchtlinge ausweiten. Gemeinsam mit ihrer somalischen Partnerorganisation DBG (Daryeel Bulsho Guud) versorgen die beiden christlichen Hilfswerke rund 30.000 Menschen mit Trinkwasser, Nahrung, Plastikplanen und Moskitonetzen. Die Hilfe soll in den nächsten Tagen über Mogadischu hinaus auf die südlichen Regionen des Landes ausgedehnt werden.

Zu diesem Zweck wird die bisherige Unterstützung um 100.000 Euro aufgestockt. Für die Soforthilfe hat das Auswärtige Amt der Bundesregierung 250.000 Euro zur Verfügung gestellt. Bislang sind offiziellen Zahlen zufolge allein durch die jüngsten Kämpfe mindestens 60.000 Menschen vertrieben worden. Bereits zuvor hatten 500.000 Menschen ihre Heimat verlassen müssen.

"Nach dem Ende der Kämpfe muss die Übergangsregierung Somalias jetzt die Wege für humanitäre Hilfe nachhaltig sichern", forderte der Vorstandsvorsitzende von CARE Deutschland, Staatsekretär a.D. Heribert Scharrenbroich. Das solle ein wichtiges Verhandlungsziel bei den derzeit laufenden Gesprächen sowohl mit der Übergangsregierung als auch mit den Führern der verschiedenen Clans sein. Da die Kämpfe vorerst beendet seien und der Zugang zu den Betroffenen wieder möglich ist, werde CARE seine Arbeit in Somalia ausweiten. "Wir planen, weitere 5.000 Familien mit Lebensmitteln zu unterstützen", sagte Scharrenbroich. "Die Einwohner Somalias, die seit 15 Jahren unter dem
Bürgerkrieg leiden, erwarten jetzt zu Recht unsere humanitäre Hilfe."

Spendenkonten:

Caritas international: Konto 202, Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe, BLZ 660 205 00, Kennwort: "Somalia"

Diakonie Katastrophenhilfe: Konto 502 707, Postbank Stuttgart, BLZ 600 100 70, Kennwort: "Somalia"

CARE International Deutschland: Spendenkonto 4 40 40, Sparkasse KölnBonn (BLZ 370 50 198), Stichwort: Ostafrika


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