UNONew York (epo.de). - Die Länder Subsahara-Afrikas sind nach wie vor weit davon entfernt, die Millenniums-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen zu erreichen. Dies geht aus einem Bericht der Vereinten Nationen hervor, den die stellvertretende UN-Generalsekretärin Asha-Rose Migiro in New York der Öffentlichkeit vorstellte. Migiro appellierte an die Führer der in Heiligendamm versammelten G8-Staaten, einen konkreten Zeitplan für die Erhöhung der Entwicklungshilfe an die afrikanischen Länder zu vereinbaren.

Dem Bericht zufolge wird nach dem derzeitigen Stand nicht ein einziges afrikanisches Land das UN-Millenniumsziel erreichen, die Zahl der in extremer Armut lebenden Menschen bis 2015 zu halbieren. Seit 1999 sank demnach der Anteil der Menschen, die mit weniger als einem Dollar pro Tag auskommen müssen, von 45,9 auf 41,1 Prozent. Die Netto-Entwicklungshilfe für die Länder südlich der Sahara sei in den vergangenen zwei Jahren nur um zwei Prozent angestiegen. Lediglich Nigeria, das von einem Schuldenerlass profitierte, habe eine höhere Steigerung verzeichnen können.

Auch bei den anderen im Jahr 2000 beschlossenen Millenniumszielen der Vereinten Nationen gebe es erheblichen Nachholbedarf, sagte Migiro. Die Kindersterblichkeit beispielsweise sei in Afrika nur leicht zurückgegangen. Afrikanische Frauen seien außerdem bei Schwangerschaften noch immer großen Risiken ausgesetzt. Im Durchschnitt sterbe eine von 16 Frauen wegen Komplikationen während der Schwangerschaft oder nach der Entbindung.

 www.un.org


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