OxfamBerlin (epo.de). - Nach langen Verhandlungen mit der äthiopischen Regierung hat der US-amerikanische Kaffeekonzern Starbucks offiziell drei äthiopische Kaffeesorten als Handelsmarken anerkannt und einen Lizenz-, Vertriebs- und Marketingvertrag für die hochwertigen äthiopischen Kaffeesorten Sidamo, Harar und Yirgacheffe unterzeichnet. Oxfam Deutschland begrüßte das Einlenken von Starbucks als einen Schritt zu gerechteren Handelsstrukturen.

"Wir freuen uns sehr, dass der Vertrag über die Markenrechte an den Kaffeesorten Sidamo, Harar und Yirgacheffe endlich unter Dach und Fach ist", sagte Franziska Humbert, Kaffee-Expertin von Oxfam Deutschland zum neuen Kaffee-Vertrag zwischen Starbucks und Äthiopien. "Starbucks ist einer der ersten internationalen Kaffeekonzerne, der die innovative Handelsmarken-Initiative der äthiopischen Regierung unterstützt. Der Vertragsabschluss ist wegweisend für die Schaffung gerechterer Handelsstrukturen für die Entwicklungsländer. Moderne Unternehmen sollten ihre wirtschaftlichen Ziele immer auch mit ihrer sozialen Verantwortung in Einklang bringen."

Die neuen Markenrechte könnten dazu beitragen, dass sich das Leben von 15 Millionen Äthiopiern, deren Existenz vom Kaffee abhängt, entscheidend verbessert und die Armut gelindert wird, erklärte Oxfam. "Die äthiopischen Kaffeebauern werden in Zukunft einen gerechteren Anteil am Ertrag ihrer Ernte erhalten. Dadurch werden mehr Kinder die Schule besuchen können und bessere Gesundheitsfürsorge zur Verfügung stehen", so Humbert.

Äthiopien setzte vor drei Jahren eine Handelsmarken-Initiative in Gang und liess die genannten Kaffeesorten erfolgreich in Kanada, der EU, den USA und Japan als Marken eintragen. Experten schätzen, dass der äthiopische Kaffeesektor durch die Initiative jährlich 88 Millionen US-Dollar mehr einnehmen könnte.

Im Oktober 2006 startete Oxfam eine internationale Kampagne, um Starbucks dazu zu bewegen, mit Äthiopien über die Anerkennung der Markenrechte an den äthiopischen Kaffeesorten zu verhandeln. Seitdem haben mehr als 96.000 Menschen Starbucks aufgefordert, das Lizenzabkommen zu unterschreiben. Ihre Emails, Faxe, Anrufe, Postkarten und Besuche in den Starbucks-Filialen hätten die Rechte an den Kaffeenamen weltweit zum Thema gemacht, so Oxfam.

www.oxfam.de


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