Altersverteilung der Weltbevölkerung. Für grosses Foto hier klicken!Hannover (epo.de). - In der Nacht zum Freitag (11. Juli), dem Weltbevölkerungstag, hat die Menschheit mit errechneten 6.712.080.198 Menschen einen neuen Höchststand erreichen. Und ein Ende des Wachstums sei noch lange nicht in Sicht, so die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW). Jede Sekunde kommen fast drei Erdenbürger hinzu. Das sind mehr als 1,5 Millionen pro Woche und etwa 80 Millionen Menschen im Jahr. In nur vier Jahren wird die Weltbevölkerung daher die Sieben-Milliarden-Marke überschreiten. 

Mit jedem Jahr treten die Unterschiede in der Bevölkerungsentwicklung zwischen Industrie- und Entwicklungsländern der DWS zufolge deutlicher hervor. Mit Ausnahme von Nordeuropa wird die Bevölkerung auf dem europäischen Kontinent einen Rückgang erleben. Die Einwohnerzahl Deutschlands wird bis zum Jahr 2050 um voraussichtlich 11 Millionen Menschen auf 71,4 Millionen sinken.
 
Das Bevölkerungswachstum findet zu 99 Prozent in den Entwicklungsländern statt, wo es nach Dafürhalten der DWS "den Kampf gegen Armut und Hunger massiv erschwert". Auf dem afrikanischen Kontinent wächst die Zahl der Menschen prozentual am stärksten: Voraussichtlich bis 2050 wird sie sich von heute 944 Millionen auf knapp zwei Milliarden Menschen mehr als verdoppeln. Asien wird im gleichen Zeitraum um 1,3 Milliarden Menschen wachsen, davon 600 Millionen allein in Indien. Lateinamerika wird 215 Millionen Menschen hinzugewinnen.

Ein zentraler Grund für den anhaltenden Bevölkerungszuwachs in den weniger entwickelten Regionen ist laut DSW neben der jungen Alterstruktur und dem Wunsch nach mehr als zwei Kindern die hohe Zahl ungewollter Schwangerschaften. Allein in den Entwicklungsländern würden jedes Jahr 76 Millionen Frauen schwanger ohne es zu planen - das entspreche in etwa der Zahl, um die die Weltbevölkerung jährlich wächst. "Viel wäre erreicht, wenn alle, die verhüten wollen, die Möglichkeit dazu bekämen", so die DSW.

Grafik: DSW

http://www.weltbevoelkerung.de
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