diakonieStuttgart (epo.de). - Die Cholera-Epidemie in Simbabwe hat sich in den vergangenen Wochen weiter ausgebreitet. Das berichten Partnerorganisationen der Diakonie Katastrophenhilfe aus dem ostafrikanischen Land. Das evangelische Hilfswerk hofft, dass sich mit der vereinbarten Machtteilung zwischen Präsident Robert Mugabe und Oppositionsführer Morgan Tsvangirai die Lage im Land endlich entspannt, und rief am Dienstag dazu auf, die notleidende Bevölkerung weiterhin zu unterstützen. Medikamente und sauberes Wasser würden dringend benötigt. Die Diakonie Katastrophenhilfe verweist auf besorgniserregende Informationen. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind seit August 2008 mehr als 65.000 Menschen - andere Quellen sprechen von über 100.000 Menschen - an Cholera erkrankt. Rund 3.300 Menschen sind bereits an der Krankheit gestorben. Das evangelische Hilfswerk stellt deshalb Medikamente und medizinische Güter bereit. "In dieser Situation ist es außerdem wichtig, die Versorgung mit Trinkwasser zu gewährleisten", betonte der Leiter der Programmabteilung Katastrophenhilfe, Volker Gerdesmeier, am Dienstag in Stuttgart.

Dazu werden mit Unterstützung der Diakonie Katastrophenhilfe im Süden und Südosten des Landes mehr als 100 Tiefbrunnen neu gebohrt oder wieder in Stand gesetzt, die insgesamt 25.000 Menschen mit sauberem Wasser versorgen. Damit solle sichergestellt werden, dass diese Menschen von der Cholera verschont bleiben. Mit dem Bau der Brunnen werden auch Bewässerungssysteme für die Landwirtschaft geschaffen.

"Außerdem können sich die Menschen bei einer Arbeitslosenquote von mehr als 90 Prozent und einer Rekordinflation von Hunderten Millionen Prozent kaum noch Nahrungsmittel leisten", berichtet die Diakonie. Mehr als die Hälfte der Simbabwer ist Schätzungen zufolge auf Lebensmittelhilfe angewiesen. Die Diakonie Katastrophenhilfe hilft auch diesen Menschen über ihre Partnerorganisationen, teilweise unterstützt vom deutschen Entwicklungshilfeministerium. Die Partner verteilen Nahrungsmittel an besonders bedürftige Familien, aber auch Saatgut und landwirtschaftliches Gerät für den Anbau.

Mitarbeiter der Partnerorganisationen beschreiben ihre alltägliche Arbeit als äußerst schwierig: "Wir arbeiten unter katastrophalen Bedingungen. Die Telefone funktionieren nur ab und zu, es gibt weder zuverlässigen Internetanschluss noch ausreichenden Handyempfang, Treibstoff ist nur schwer aufzutreiben, Güter müssen stets in Devisen bezahlt werden", berichtete eine Mitarbeiterin. "Aber wir müssen etwas tun. Wir können nicht einfach sagen: Wir hören auf zu arbeiten. Die Menschen in Simbabwe brauchen unsere Hilfe", betonte sie.

Für ihre Hilfe bittet die Diakonie Katastrophenhilfe dringend um Spenden, Kennwort: "Simbabwe":

Diakonie Katastrophenhilfe: Konto 502 707, Postbank Stuttgart, BLZ 600 100 70
oder online www.diakonie-katastrophenhilfe.de

Caritas international: Konto 202, Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe, BLZ 660 205 00
oder www.caritas-international.de

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