Kämpfer der New People's ArmyManila/Berlin (epo.de). - Die Friedens-Verhandlungen zwischen der philippinischen Regierung und den maoistischen Rebellen der "New People's Army" (NPA) sollen im August in Oslo wieder aufgenommen werden. Die Aussichten, den seit 40 Jahren andauernden bewaffneten Widerstand zu beenden, seien "sehr gut", sagte der Chefunterhändler der Regierung, Avelino Razon. Die Regierung gewährt den Führern der Kommunistischen Partei der Philippinen (CPP) und ihres bewaffneten Arms NPA, die direkt in die Gespräche eingebunden sind, seit Freitag Immunität auf dem Territorium der Philippinen.

Das Büro des Chefunterhändlers der Regierung sagte der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag in Manila, es werde voraussichtlich vor den Verhandlungen in Norwegen noch direkte Gespräche mit dem Unterhändler der Rebellen, Luis Jalandoni, geben. Der Rebellenführer war wenige Tage zuvor aus seinem Exil in den Niederlanden nach Manila gereist.  

Die NPA, die Mitte der 1980er Jahren noch rund 26.000 Mitglieder hatte, ist nach Schätzungen des Militärs seither auf rund 5.000 bewaffnete Kämpfer geschrumpft. Die Wiederaufnahme der formellen Friedensverhandlungen sei von der norwegischen Regierung vermittelt worden, sagte Razon.

Jose Maria SisonDie Gespräche waren vor vier Jahren abgebrochen worden, weil sich Präsidentin Gloria Arroyo geweigert hatte, sich bei westlichen Regierungen für eine Aufhebung der Einstufung der Rebellen als "Terroristen" einzusetzen. Viele führende Mitglieder der maoistischen Linken, darunter auch der Chef der Kommunistischen Partei, Jose Maria Sison, leben in den Niederlanden. Die Einstufung der CPP/NPA als "Terroristen" führte dazu, dass ihre Bankkonten eingefroren wurden. Sison wurde von 2002 bis 2007 von der EU auf der Liste der Unterstützer des Terrors geführt, ehe ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs dies untersagte.

Foto: José Maria Sison




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