fairtrade_award_2009_150Berlin (epo.de). - Die Siegelinitiative TRANSFAIR hat am Mittwoch abend erstmals den "Fairtrade-Award" verliehen. Er ging an die Kaffeerösterei J.J. Darboven, die dennree GmbH und denn's Biomarkt GmbH, das Projekt "Zukunft Einkaufen", an die Mitbegründerin des Netzwerkes Entwicklungspolitik in Saarbrücken, Fleurance Laroppe, und das Fair Handelshaus GEPA. Mit der erstmalig in Deutschland vergebenen Auszeichnung ehrt der Verein TRANSFAIR Menschen, Unternehmen und Projekte, die sich in besonderer Weise um den Fairen Handel verdient gemacht haben.

"Die Auszeichnung legt einen neuen Fokus auf die Entwicklung des Fairen Handels", sagte der TRANSFAIR-Vorstandsvorsitzende Heinz Fuchs. "Zum einen sollen Engagierte in Deutschland dadurch inspiriert werden, zum anderen soll der Award als Podium dienen, um beispielhafte Arbeit für Fairtrade in Deutschland zu zeigen."

Albert Darboven, Inhaber der Kaffeerösterei J.J. Darboven, wurde in der Kategorie Wirtschaft/Hersteller ausgezeichnet. J.J. Darboven war die erste namhafte Kaffeerösterei, die das Wagnis einging, sich im Fairen Handel zu engagieren. Die dennree GmbH und denn’s Biomarkt GmbH erhielten die Auszeichnung in der Kategorie Wirtschaft/Handel, da sie sich vorbildlich für die Fairtrade-Idee eingesetzt und konsequent Fairtrade-Produkte in die eigene Geschäftspolitik eingebunden hätten. 
Den Zivilpreis erhielten die Initiatoren des bundesweiten Projekts Zukunft Einkaufen, das den Fairen Handel vorbildlich in sein Konzept für ökofairen Konsum und nachhaltige Beschaffung in den Kirchen integriert habe.

Geehrt wurde auch die TransFair Multiplikatorin Fleurance Laroppe, die als Mitbegründerin des Netzwerkes Entwicklungspolitik in Saarbrücken eine ganze Region für den Fairen Handel inspiriert habe, so TRANSFAIR. Der Preis für besondere Leistungen ging an den Pionier des Fairen Handels – das Fair Handelshaus GEPA.

TRANSFAIR verwies darauf dass es sich lohne, Fairtrade als festen Bestandteil in die eigene Unternehmenskommunikation mit einzubeziehen. Das zeigten nicht nur die Preisträger des Fairtrade-Awards. Bei einer aktuellen Umfrage der Nachhaltigkeitsberatung "brands & values GmbH" (Bremen) unter mehr als 6.000 Verbraucherinnen und Verbrauchern zum nachhaltigen Markenwert von Unternehmen, Marken, Nicht-Regierungs- und Zertifizierungs-Organisationen in Deutschland schnitt Fairtrade als Beste der 407 untersuchten Marken ab.



Der Award wurde am Vorabend der International Fairtrade Conference vergeben, die am Donnerstag in der Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung in Berlin stattfindet. Dort diskutieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer anhand von Best-Practice-Beispielen aus dem In- und Ausland, wie Handelsunternehmen Fairtrade erfolgreich einsetzen können.

Als unabhängige Siegel-Initiative handelt TRANSFAIR nicht selbst mit Waren, sondern vergibt seit 1992 sein Fairtrade-Siegel für fair gehandelte Produkte. Von den Standards, die an das Siegel gebunden sind, profitieren weltweit bereits mehr als sieben Millionen Bauern und Arbeiterinnen mit ihren Familien.

 TRANSFAIR wird von 36 Mitgliedsorganisationen unterstützt. Derzeit bieten in Deutschland 150 Lizenznehmer rund 1.000 Fairtrade- Produkte wie Kaffee, Tee, Schokolade, Kekse, Kakao, Honig, Bananen, Fruchtsäfte, Eistees, Wein, Sportbälle, Reis, Textilien aus Fairtrade-Baumwolle und Rosen an.

www.transfair.org

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