Ban Ki Moon beim KlimagipfelNew York (epo.de). - Die USA und China, die gemeinsam für rund 40 Prozent der globalen Treibhausgas-Emissionen verantwortlich sind, haben auf dem Klimagipfel der Vereinten Nationen am Dienstag in New York ihre Entschlossenheit bekräftigt, mehr zur Bekämpfung des Klimawandels zu tun. “Wir sind entschlossen zu handeln”, sagte US-Präsident Barack Obama vor mehr als 90 Staats- und Regierungschefs. Chinas Präsident Hu Jintao erklärte, sein Land wolle Energie einsparen und bis 2020 rund 15 Prozent der benötigten Energie aus erneuerbaren Quellen gewinnen. Erstmals sprach er auch von einer Verringerung des CO2-Ausstoßes.

Obama bekräftigte beim UN-Klimagipfel in New York, die USA seien ein ernstzunehmender Partner in Sachen Klimaschutz und würden ihrer Verantwortung gegenüber zukünftigen Generationen gerecht. Wenn nicht alle Nationen an einem Strang zögen, drohe eine "unumkehrbare Katastrophe". "Wir müssen die Chance nutzen, Kopenhagen zu einem bedeutenden Schritt vorwärts im globalen Kampf gegen den Klimawandel zu machen." Seine Administration habe bereits mehr Geld in erneuerbare Energien investiert als alle vorangegangenen Regierungen, die auf den Klimawandel zu langsam reagiert hätten. Konkrete Zahlen zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes nannte Obama aber nicht.

Japans Ministerpräsident Yokio Hatoyama kündigte an, sein Land wolle den Kohlendioxid-Ausstoß bis 2020 um 25 Prozent im Vergleich zu 1990 reduzieren. Präsident Hu Jintao erklärte, China wolle die Energieeinsparung vorantreiben und bis 2020 rund 15 Prozent seiner Energie aus erneuerbaren Quellen gewinnen. Die chinesische Führung sei außerdem entschlossen, die CO2-Emissionen nicht im selben Tempo wie die Wirtschaft wachsen zu lassen. China wolle den Ausstoß bis 2020 "spürbar" unter die Werte des Jahres 2005 verringern, kündigte Hu an. Im selben Zeitraum wolle China die Waldbedeckung um 40 Millionen Hektar steigern, um mehr Kohlendioxid zu binden.

Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy erklärte in New York, alle Länder müssten sich am Klimaschutz beteiligen. Die Europäische Union werde die ärmeren Länder finanziell und mit Technologie-Transfers unterstützen, aber notfalls CO2-Zölle einführen, um die europäische Wirtschaft zu schützen.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hatte zuvor gewarnt, ein Scheitern des Klimagipfels im Dezember in Kopenhagen wäre “moralisch unverzeihlich, wirtschaftlich kurzsichtig und politisch unklug”. In Kopenhagen soll ein Folgeabkommen für das Kyoto-Protokoll unterzeichnet werden, das im Jahr 2012 ausläuft.

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