niebel_dirk_fdp_100Berlin (epo.de). - Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) hat ein positives Fazit seiner sechstägigen Afrikareise gezogen. "Bei meinem Besuch in Ruanda, Kongo und Mosambik zeigte sich in vielen Gesprächen mit Partnerregierungen und den Menschen vor Ort der Wille, das Schicksal in die eigene Hand zu nehmen und die Zukunft des eigenen Landes zu gestalten", sagte Niebel nach seiner Rückkehr am Donnerstag in Berlin.

Eine erfolgreiche Entwicklungspolitik müsse die Eigenverantwortung in den Mittelpunkt stellen und stärken, erklärte Niebel. Dazu leiste die deutsche Entwicklungspolitik einen wirksamen Beitrag. "Für die Zukunft wird es darauf ankommen, zivilgesellschaftliche und privatwirtschaftliche Initiativen noch stärker in den Mittelpunkt zu rücken", stellte der Entwicklungsminister fest.

Niebel betonte, auf seiner Afrikareise sei klar geworden, dass eine gute und verantwortungsvolle Regierungsführung, der politische Wille zu Reformen und deren konsequente Umsetzung "zentral für die Entwicklung" seien.

Die Unterstützung des Staatsetats durch Budgethilfe statt der Förderung einzelner Projekte könne dann ein geeignetes Instrument der Entwicklungszusammenarbeit sein, "wenn Partnerländer im Zusammenwirken von Regierungen und Parlament wie in Ruanda Verantwortung übernehmen", sagte Niebel. Dann könne sie "dazu beitragen, dass die Länder Ihre Entwicklung selbst vorantreiben und zunehmend von den Geberländern unabhängig werden".

"Ich habe engagierte Menschen kennen gelernt, die teils unter schwierigsten Bedingungen denen helfen, die sich nicht selbst helfen können", erklärte Niebel. "So in einem Flüchtlingslager und einem Krankenhaus für die Opfer sexueller Gewalt in Goma im Ost-Kongo. Die Geschichten dieser Menschen haben mich sehr bewegt und betroffen gemacht. Der Einsatz und das Engagement der Helfer haben mich sehr beeindruckt."

Für ein breitenwirksames Wachstum müsse auch die ärmere Bevölkerung Zugang zu Finanzdienstleistungen haben, sagte Niebel. In Mosambik habe er eine Mikrofinanzbank eröffnet, die vor allem der ländlichen Bevölkerung den Zugang zu Kleinstkrediten und damit zu einer eigenen wirtschaftlichen Existenz ermögliche.

Die Vielfalt Afrikas, die er in Ruanda, Mosambik und in der Demokratischen Republik Kongo erlebt habe, spiegele sich in den unterschiedlichen Ansätzen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit in diesen drei Ländern wider, sagte Niebel. "Ich wünsche mir, dass diese Vielfalt unseres Nachbarkontinents und seine Potentiale auch in Deutschland stärker wahrgenommen werden."

www.bmz.de

Back to Top
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok