niebel_dirk_fdp_100Halifax/Berlin (epo.de). - Die Verbesserung der Mütter- und Kindergesundheit soll ein zentrales Thema beim diesjährigen G8 Gipfel der Staats- und Regierungschefs Ende Juni in Muskoka (Kanada) sein. Das haben die Entwicklungsminister der G8 Staaten jetzt bei ihrem Treffen im kanadischen Halifax beschlossen. Auch die Ernährungssicherung und die Millenniums-Entwicklungsziele standen auf der Tagesordnung.

Das G8-Entwicklungsministertreffen fand das auf Einladung der kanadischen Entwicklungsministerin Beverly J. Oda vom 27. bis 28. April in Halifax statt. Der deutsche Entwicklungsminister Dirk Niebel (Foto) begrüßte nach Angaben des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) den kanadischen Vorschlag, die Verbesserung der Mütter- und Kindergesundheit zum Thema beim G8 Gipfel in Muskoka zu machen.

"Wenn in Afrika immer noch jede 26. Frau an den Folgen von Schwangerschaft oder Geburt stirbt, dann verdeutlicht das die Dringlichkeit einer G8-Initiative", sagte Niebel. "Deutschland setzt sich in diesem Zusammenhang für einen ganzheitlichen Ansatz ein, der die Stärkung der Gesundheitssysteme genauso umfasst wie sexuelle und reproduktive Gesundheit. Ausserdem gilt es, den Zugang zu einem modernen Mix von Verhütungsmitteln guter Qualität zu verbessern."

Zweites zentrales Thema der Beratungen war laut BMZ die weltweite Ernährungssicherung. Niebel bestätigte seine Unterstützung für die beim letzten G8 Gipfel in L'Aquila beschlossene Initiative zur Ernährungssicherung und erneuerte die Zusage von Bundeskanzlerin Angela Merkel von drei Milliarden US-Dollar für deren Umsetzung bis 2013. Deutschland setze sich für verantwortliche, nachhaltige Investitionen im Agrarsektor ein. "Wenig nachhaltige ausländische Investitionen haben in den letzten Jahren in Entwicklungsländern zugenommen. Landraub in grossem Stil ist eine Gefahr für die Ernährungssicherheit der Menschen in vielen unserer Partnerländer geworden. Wir müssen eine neuartige Form des Kolonialismus verhindern", so Niebel. Als ersten Schritt schlug er vor, mehr Transparenz über Agrarsubventionen herzustellen.

Darüber hinaus wurde über den im September stattfindenden UN Gipfel zur Erreichung der Millenniums-Entwicklungsziele beraten. Deutschland setze sich mit Nachdruck für die Erreichung der Ziele bis 2015 ein, so das BMZ. "Dabei geht es aber nicht nur um die Frage der öffentlichen Entwicklungsfinanzierung", betonte Niebel, "sondern um die Mobilisierung eigener Ressourcen der Entwicklungsländer. Effizientere Steuersysteme und förderliche Rahmenbedingungen für die Privatwirtschaft in den Partnerländern sind sehr wichtig und werden von uns unterstützt."

www.bmz.de

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