gtzBerlin (epo.de). - Die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) hat im Geschäftsjahr 2009 ihren Umsatz um 18 Prozent auf einen Rekordstand von nahezu 1,5 Milliarden Euro gesteigert. Das gemeinnützige Unternehmen, das den Großteil seiner Aufträge vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) erhält, ist in 128 Ländern tätig. In 88 Ländern ist die GTZ mit eigenen Büros vertreten.

Die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft habe auch im letzten Jahr wieder zu den inhaltlichen Schwerpunkten der Arbeit gezählt, hieß es bei der Vorstellung des Geschäftsberichtes am Mittwoch in Berlin. Dazu gehörte zum Beispiel ein Auftrag der RWE Power AG, Klimazertifikate zur Minderung des Treibhauseffektes zu vermitteln. In einem anderen Projekt unterstützen die GTZ und die deutsche Postbank in China die Reform der dortigen Postsparkasse.

Zusätzlich prägten zahlreiche Entwicklungspartnerschaften mit der Wirtschaft das Tagesgeschäft der GTZ im Jahr 2009. In diesen Entwicklungspartnerschaften realisieren private Unternehmen und die GTZ gemeinsame Projekte, die sowohl einen betriebswirtschaftlichen als auch einen entwicklungspolitischen Nutzen bringen. Die GTZ arbeitet dabei im Auftrag des Entwicklungsministeriums. Darüber hinaus setzt sich die GTZ in Programmen zur nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung für die Förderung von Rechtsstaatlichkeit und für eine gute Regierungsführung ein. Damit verbessert sie auch die Rahmenbedingungen für lokale und ausländische Unternehmen in den Partnerländern.

Das Thema vernetzte Sicherheit prägte die Arbeit der GTZ vorwiegend in Krisen- und Konfliktregionen. So brachten in Afghanistan zum Beispiel rund 130 entsandte Fachkräfte und mehr als 1000 einheimische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der GTZ ihr Know-how für den Wiederaufbau ein. Sie hätten ermöglicht, so die GTZ, dass bis heute eine Million Schülerinnen und Schüler gut ausgebildet worden seien und sich für zwei Millionen Afghanen die Lebensbedingungen verbessert hätten.

Die Nachfrage nach den Leistungen der GTZ spiegelte sich bei allen Auftraggebern wider. Für den Hauptauftraggeber, das BMZ, realisierte die GTZ im Jahr 2009 Aufträge in Höhe von einer Milliarde Euro. Diese trugen rund 70 Prozent zum gesamten Umsatz des Unternehmens bei.

Auch die Tätigkeit der GTZ für andere Bundesressorts hat sich im vergangenen Jahr erneut erhöht. So griffen unter anderem das Auswärtige Amt und das Bundesumweltministerium verstärkt auf die Leistungen der GTZ zurück und erteilten Aufträge im Wert von 136 Mio. Euro – fast doppelt so viel wie im Vorjahr (+ 48 Prozent). Weitere Auftraggeber standen dem nicht nach. So erteilten nationale Regierungen, zum Beispiel die Äthiopiens oder der Golfstaaten sowie internationale Akteure wie die EU oder UN-Organisationen, Aufträge im Wert von 306 Millionen Euro an die GTZ – rund ein Drittel mehr als im Vorjahr (+ 28 Prozent).

Für alle Auftraggeber nimmt die GTZ ihre Tätigkeit gemeinnützig wahr.

14.685 Personen waren Ende 2009 bei der GTZ beschäftigt, knapp 1.700 mehr als im Jahr zuvor (+ 13 Prozent). Der Großteil (90 Prozent) arbeitet im Ausland, davon sind 1.631 entsandte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie 11.224 einheimische. In Deutschland sind 1.830 Personen für die GTZ tätig.

Als Personalvermittler der deutschen Entwicklungszusammenarbeit hat das Centrum für internationale Migration und Entwicklung (CIM), das gemeinsam von der GTZ und der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur für Arbeit getragen wird, 751 Fach- und Führungskräfte sowie 324 in ihre Heimatländer zurückkehrende Fachkräfte an lokale Arbeitgeber im Ausland vermittelt.

www.gtz.de

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