mutter_kind_unicef_sudan_200Hannover (epo.de). - Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) hat anlässlich der Weltkonferenz zur Müttergesundheit vom 7. bis 9. Juni in Washington die Bundesregierung aufgefordert, die Gesundheitssysteme in Entwicklungsländern durch Investitionen in die Ausbildung von medizinischen Fachkräften zu verbessern. Außerdem müssten sich die Regierungen stärker für den Zugang zu sexueller und reproduktiver Gesundheit einsetzen, erklärte die Stiftung.

"Es ist höchste Zeit, dass Deutschland verstärkt dazu beiträgt, die Gesundheit von Müttern in Entwicklungsländern deutlich zu verbessern", betonte DSW-Geschäftsführerin Renate Bähr. "Denn für Frauen in Entwicklungsländern ist die Geburt noch immer lebensgefährlich. Jedes Jahr sterben weltweit rund 350.000 Frauen während der Schwangerschaft oder bei der Geburt ihres Kindes. Die meisten dieser Todesfälle wären vermeidbar, wenn es eine ausreichende Gesundheitsfürsorge gäbe."

Nur noch fünf Jahre verbleiben, um die Millennium-Entwicklungsziele (MDGs) zu verwirklichen. Die Weltgemeinschaft hatte sich auch dazu verpflichtet, die Müttersterblichkeit um 75 Prozent zu reduzieren und den universellen Zugang zu reproduktiver Gesundheit sicherzustellen. "Die Zeit wird knapp. Ohne zusätzliche Investitionen ist dieses Ziel nicht mehr erreichbar", warnte Bähr.

Vom 7. bis 9. Juni findet mit "Women Deliver" nach 2007 die zweite internationale Konferenz zur Gesundheit von Frauen statt. Mehr als 3.000 Politiker, Wissenschaftler sowie Repräsentanten internationaler Organisationen und der Zivilgesellschaft diskutieren in Washington über Geschlechtergerechtigkeit, Gesundheit und wirtschaftliche Entwicklung. Unterstützt wird die Konferenz von verschiedenen internationalen Organisationen und nationalen Ministerien.

www.womendeliver.org
www.weltbevoelkerung.de

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