aiskonf_2010_100Hannover (epo.de). - Die HIV-Verbreitung unter Jugendlichen ist in den 15 am stärksten von HIV/Aids betroffenen Ländern – alle in Afrika – deutlich zurückgegangen. Laut einer neuen UNAIDS-Studie sank die HIV-Rate unter den 15- bis 24-Jährigen in den Jahren 2000 bis 2005 um mehr als 25 Prozent. Darauf hat die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) im Vorfeld der Welt-Aids-Konferenz in Wien (18.-23. Juli) aufmerksam gemacht.

Zu den 15 Ländern, in denen die HIV-Verbreitung zurückging, zählen Äthiopien (Rückgang um 47 Prozent) und Kenia (Rückgang um 60 Prozent). In diesen zwei Ländern ist auch die DSW aktiv, um Jugendliche über Sexualität und Verhütung aufzuklären. "Diese Entwicklung ist äußerst erfreulich", sagte DSW-Geschäftsführerin Renate Bähr. "Die Studienergebnisse bestätigen, dass unser Ansatz, Jugendliche durch Aufklärung vor einer Infektion zu schützen, richtig ist." Wie aus der Untersuchung hervorgeht, ist die sinkende HIV-Verbreitung durch ein verändertes Sexualverhalten begleitet – zum Beispiel werden vermehrt Kondome verwendet.

"Jugendliche sind jedoch noch immer besonders von der Epidemie betroffen", warnte Renate Bähr. Weltweit leben der DSW zufolge fünf Millionen Jugendliche mit dem Virus, und 40 Prozent aller Infektionen treffen diese Altersgruppe. "Deshalb muss dringend noch mehr für den Schutz der jungen Menschen getan werden", so Bähr. Vor allem gelte dies für Mädchen und junge Frauen, da sie ein erhöhtes Infektionsrisiko haben.

"Frauen brauchen besondere Präventionsmethoden, mit denen sie sich wirksam und unabhängig von ihrem Partner vor HIV schützen können", erklärte Bähr. Eine solche Methode seien Mikrobizide, die Frauen als Cremes oder Gels vaginal anwenden und die für mehrere Stunden vor einer HIV-Infektion schützen. Derzeit befinden sich die Mikrobizid-Präparate noch in der Entwicklung. Bei der Aids-Konferenz in Wien werden dazu neue Forschungsergebnisse präsentiert.

www.unaids.org
www.aids2010.org
www.weltbevoelkerung.de

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