eedPort Moresby/Bonn (epo.de). - Der Reichtum an Ressourcen, über die Papua-Neuguinea verfügt, soll der gesamten Bevölkerung nützen. Darauf drängt der Beirat Internationale Programme des Evangelischen Entwicklungsdienstes (EED), der jetzt das Regionalbüro von EED und "Brot für die Welt" in Papua-Neuguinea besuchte. Denn trotz vieler Rohstoffe gehört der Inselstaat zu den ärmsten Ländern der Erde.

Am 15. Juli 2009 hatten EED und "Brot für die Welt" ein Regionalbüro in Papua-Neuguinea eröffnet. "Die engere Begleitung durch das Büro vor Ort wird von den Partnern des EED sehr geschätzt. In einem Land, das in vielen Bereichen noch am Beginn von Entwicklungsprozessen steht, ist dies besonders wichtig", sagte Bernhard Dinkelaker, Generalsekretär des Evangelischen Missionswerks in Südwestdeutschland und Vorsitzender des Beirats.

"Es geht in vielen Bereichen darum, Kapazitäten der Bevölkerung und von Nichtregierungsorganisationen aufzubauen, damit sie konkretisieren können, welche Art von Entwicklung sie für sich und ihr Land wollen - um dann zu sehen, wie man diesen eigenen Weg umsetzen kann", erklärte Claudia Warning, Vorstand Internationale Programme des EED.

Papua-Neuguinea ist trotz Ressourcenreichtums eines der ärmsten Länder der Erde. EED-Partner leisten deshalb zum einen an der Basis Hilfe zur Selbsthilfe. Ein Beispiel dafür ist die Beratung im Kaffeeanbau und der Vermarktung von der EED-Partnerorganisation Research Conservation Foundation (RCF) im Hochland von Papua-Neuguinea.

Andererseits gibt es EED-Partner, die sich durch Lobbyarbeit aktiv in die Politik des Landes einmischen, damit die Regierung Verantwortung übernimmt und zum Beispiel die Ressourcenausbeutung durch große Bergbauprojekte nicht gänzlich an der Bevölkerung vorbeigeht und Umweltstandards beachtet werden. Bismarck Ramu Group (BRG), eine der Partnerorganisationen, habe zum Beispiel mit einem Gerichtsurteil erreicht, dass die geplante Entsorgung von giftigem Abraum ins Korallenmeer vorerst gestoppt wurde, berichtete der EED.

Der Beirat Internationale Programme besteht aus Vertretern der Kirchen, Missionwerke, Universitäten und des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Die Reise zum Thema "Ressourcenschutz und Ernährungssicherung: Kirchliches Engagement zur Bewahrung der Schöpfung und Stärkung der Zivilgesellschaft" hatte neben dem inhaltlichen Schwerpunkt das Ziel, die Arbeit des nun einjährigen EED-Büros vor Ort zu begutachten.

www.eed.de

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