misereorAachen (epo.de). - Die nächste MISEREOR-Fastenaktion 2011 steht unter dem Leitwort "Menschenwürdig leben - überall!" und will auf die prekäre Situation von Millionen Menschen in städtischen Elendsquartieren und Slums aufmerksam machen. Damit richtet das katholische Hilfswerk den Blick auf die schnell wachsende extreme Armut in Ballungsgebieten.

"Die  zunehmende Verstädterung in vielen Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas treibt immer mehr Menschen in entwürdigende Lebensumstände", sagte MISEREOR-Bischof Werner Thissen. "Sie kommen voller Hoffnung auf Jobs für die Eltern und Bildungsmöglichkeiten für ihre Kinder. Doch die Realität ist eine andere: Sie landen am Rande der Großstädte in Slums ohne Kanalisation und ohne sanitäre Infrastruktur. Sie hausen unter Planen und Pappkartons und sind dort Gefahren ausgesetzt. Denn oft werden sie gewaltsam vertrieben, weil in den schnell wachsenden Metropolen Bauland rar ist."

Mangelnde Hygiene und unzureichende Ernährung, die Verbreitung von Krankheiten und alltägliche Gewalt prägten das Leben in bedrückender Enge. "Viele leben buchstäblich auf einer Müllkippe und sortieren den Dreck einer Großstadt in der Hoffnung auf ein paar Cent am Tag", so Thissen. Mit vielen sozialen Projekten in den Slums versuche MISEREOR, die Lebensumstände der Bewohner zu verbessern. "Aber da passiert immer noch viel zu wenig." Durch den raschen Zuzug seien immer mehr Menschen auf Hilfe angewiesen. Deshalb plane MISEREOR, seine Projektarbeit in den Slums in den kommenden Jahren zu intensivieren.

Der Startschuss für die 53. bundesweite MISEREOR-Fastenaktion fällt am 13. März 2011 in Regensburg. Rund 12.000 katholische Pfarrgemeinden beteiligen sich jedes Jahr an der Aktion, die in diesem Jahr knapp 20 Millionen Euro durch die MISEREOR-Kollekte erbrachte. Das 1958 von der deutschen Bischofskonferenz gegründete Hilfswerk fördert damit aktuell rund 4.500 Projekte in knapp 100 Ländern der Welt.

www.misereor.de

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