cbmBensheim (epo.de). - Frühes Handeln und einfache Maßnahmen können viele Menschen in Entwicklungsländern vor der Erblindung bewahren. Darauf hat die Christoffel-Blindenmission (CBM) zum "Welttag des Sehens" am 14. Oktober aufmerksam gemacht. Trachom, Flussblindheit und Vitamin-A-Mangel gehören zu den weltweit häufigsten Augenkrankheiten und führen unbehandelt zur Erblindung. Doch schon regelmäßiges Augenwaschen mit sauberem Wasser oder die Einnahme kostengünstiger Medikamente können vielfach Blindheit verhindern oder sogar heilen.

Der kleine Ltaliya aus dem Norden Kenias hatte Glück. Er wurde mit einer Salbe gegen Trachom behandelt. "Mein kleiner Junge hatte schon mehrmals Probleme mit den Augen. Während der Regenzeit kommen jede Menge Fliegen. Sie übertragen die Krankheit", klagte seine Mutter. Doch diesmal ist er geschützt. Die Salbe, die ihm im Rahmen eines CBM-geförderten Augengesundheitsprogramms verschrieben wurde, hilft und verhindert die drohende Erblindung.

Doch viele haben nicht das gleiche Glück wie Ltaliya. 80 Prozent der erblindeten Menschen müssten nicht blind sein, wenn man ihnen rechtzeitig geholfen hätte. Daher ist es das Ziel der Kampagne "VISION 2020 – das Recht auf Augenlicht", bis zum Jahr 2020 die heilbare und vermeidbare Blindheit zu überwinden.

Vitamin-A-Mangel, Flussblindheit, Trachom oder Grauer Star gehören zu den Haupterblindungsursachen in Entwicklungsländern. Die drei erstgenannten könne man durch einfache Vorsorge vermeiden, betont die CBM. Vitamin-A-Mangel sei durch die Einnahme vitaminreicher Nahrung oder einer hochdosierten Vitamin-A-Kapsel zu verhindern. Ebenso sei Flussblindheit durch die vorbeugende Vergabe des Medikamentes Mectizan abzuwehren. Trachom sei schließlich durch die Anwendung von Tetracycline-Augensalbe oder durch eine kleine Lid-Operation aufzuhalten.

Lediglich die Erblindung durch den Grauen Star ist nicht durch vorbeugende Maßnahmen zu verhindern, sondern kann nur durch eine Operation behandelt werden. Deshalb findet in diesem Jahr die zehnmillionste Operation am Grauen Star in einem CBM-geförderten Projekt statt.

Seit 2002 macht die "Woche des Sehens" mit vielfältigen Aktionen bundesweit auf die Bedeutung guten Sehvermögens, die Ursachen vermeidbarer Blindheit sowie die Situation blinder und sehbehinderter Menschen in Deutschland und in den Entwicklungsländern aufmerksam. Höhepunkte der Woche sind zwei internationale Aktionstage: Der Welttag des Sehens, in diesem Jahr am 14. Oktober, der auf die weltweite Initiative "VISION 2020 – das Recht auf Augenlicht" hinweist, und der Tag des weißen Stocks am 15. Oktober, an dem traditionell seit über 40 Jahren blinde Menschen auf ihre Möglichkeiten und Probleme in der Gesellschaft aufmerksam machen.

www.cbm.de

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