scharrenbroich_heribert_care_thomas_schwarz_100Bonn (epo.de). - Der Vorsitzende von CARE Deutschland-Luxemburg, Heribert Scharrenbroich, hat das Ergebnis von Cancún als "in den vereinbarten Zielen nicht ausreichend und in den Absprachen zur Umsetzung selbst dieser unzureichenden Ziele nebulös und für die Hauptverschmutzer unverbindlich" kritisiert. Er sei verwundert, dass das "Notsignal" von Cancún nun auch noch von Umweltverbänden positiv bewertet werde, sagte Scharrenbroich in Bonn. Cancún werde anscheinend deswegen als Erfolg gefeiert, weil die Konferenz drohte, ergebnislos zu Ende zu gehen, so Scharrenbroich.

"Das rettet zwar das Gesicht der Akteure, aber nicht die Armen dieser Welt vor den Auswirkungen des Klimawandels. Damit darf man sich nicht zufrieden geben", betonte der CARE-Vorsitzende. Nach Auffassung von Scharrenbroich hätte man jetzt bereits die von der Wissenschaft geforderte Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 Grad als Ziel vereinbaren und verbindlich festlegen müssen, wie die Treibhausgase bis 2020 auf 25 bis 40 Prozent unter das Niveau von 1990 gebracht werden können. Eine solche Zielsetzung für die nächste Folgekonferenz in Durban nur "in Erwägung zu ziehen" sei enttäuschend.

Zu begrüßen ist nach Scharrenbroich, dass Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) bescheiden feststellte, man sei noch nicht am Ziel, aber auf dem Weg. "Röttgen verdient Unterstützung, dass die Bundesregierung und die EU aus dieser Erkenntnis die richtigen Schlussfolgerungen ziehen." Scharrenbroich forderte die Bundesregierung angesichts der "inkonsequenten Klimapolitik der Weltgemeinschaft" auf, bereits jetzt und nicht erst in einigen Jahren mehr Hilfen zum Schutz der vom Klimawandel bedrohten Menschen zur Verfügung zu stellen und in Europa zu mobilisieren.

Foto: CARE

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