diakonieStuttgart. - Nach einer Jahrhundertflut stehen weite Teile des Nordens von Kolumbien unter Wasser. Mindestens 5.000 Häuser wurden zerstört und mehr als 300.000 beschädigt. Mehr als zwei Millionen Menschen sind betroffen. Nach Angaben von Beobachtern kann es noch Monate dauern, bis das Wasser abfließt. Für Februar sind weitere Regenfälle angekündigt. Die Menschen sind auf längere Sicht auf Hilfe angewiesen. Die Diakonie Katastrophenhilfe leistet jetzt in Abstimmung mit Caritas international im besonders betroffenen Department Córdoba Nothilfe.

Das evangelische Hilfswerk versorgt mit der lokalen katholischen Sozialpastoral von Januar bis März 1.000 von der Außenwelt abgeschnittene Menschen im Bezirk Ayapel mit Lebensmitteln. Dringend benötigte Grundnahrungsmittel wie Reis, Speiseöl, Nudeln und Zucker sollen helfen, die Not zu überbrücken. Nach Dammbrüchen und Schleusenöffnungen von Wasserkraftwerken wurden zehntausende Hektar Land in der Region überschwemmt.

Ayapel gilt als einer der ärmsten Bezirke von Córdoba: Die Hälfte der Einwohner lebt in absoluter Armut, jedes vierte Kind geht nicht zur Schule. Durch die Überschwemmungen ist die Situation noch dramatischer geworden. "Seitdem ich lebe, habe ich keine vergleichbare Situation erlebt", berichtet der 58-jährige José Bertel Curiel. Gemeinsam mit seiner Frau und Kindern harrt er in einer provisorischen Behausung aus.

Innerhalb des globalen kirchlichen Netzwerks ACT-Alliance bereitet die Diakonie Katastrophenhilfe weitere Hilfen für Flutopfer vor. Im Süden Córdobas sollen rund 1.500 Familien mit Nahrungsmitteln versorgt werden. Afrokolumbianische Gemeinden an der Pazifikküste werden ebenfalls unterstützt. Im Umland von Bogotá, das wochenlang überschwemmt war und zahlreiche Erdrutsche erlebt hatte, sind Rehabilitierungsmaßnahmen geplant. Dafür werden Betroffenen neben technischer Beratung Werkzeuge und Saatgut zur Verfügung gestellt.

www.diakonie-katastrophenhilfe.de

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