woehrl_dagmar_awz_100Berlin. - Nach dem verheerenden Erdbeben und dem Tsunami in Japan hat die Vorsitzende des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (AWZ) des Bundestages, Dagmar Wöhrl, den Pazifik-Anrainerstaaten deutsche Hilfe zugesagt. Die Partnerländer könnten sich auf deutsche Unterstützung verlassen, erklärte die CSU-Politikerin am Freitag in Berlin. Der US-Bundesstaat Hawaii und die Philippinen leiteten bereits Evakuierungsmaßnahmen in Tsunami gefährdeten Regionen ein.

Wöhrl zeigte sich schockiert über das schwerste Erdbeben in Japan seit mehr als 300 Jahren: "Die Nachrichten, die uns aus Japan erreichen, lassen nur das Schlimmste erahnen. Gerade die Flutwellen bringen die schrecklichen Bilder des Tsunami aus dem Jahr 2004 zurück. Unsere Partner weltweit können sich aber auf unkomplizierte und unbürokratische Hilfe Deutschlands verlassen. Wir halten unsere Zusagen in guten Zeiten ein und intensivieren diese erst recht in Schlechten."

"Ich habe das Erdbeben und den Tsunami in der Pazifikregion sofort auf die Tagesordnung für die Sitzung des Entwicklungsausschusses kommende Woche gesetzt", sagte Dagmar Wöhrl. "Deutschland wird Nothilfe leisten, wenn unsere Partner Unterstützung benötigen. Es steht aber außer Frage, dass auch die deutsche Entwicklungshilfe bei Wiederaufbau und langfristigen Schadensbeseitigungen Unterstützung leisten wird."

Das Hilfswerk World Vision versetzte Mitarbeiter in der gesamten Pazifikregion in Alarmbereitschaft. Asiatische, Nord- und Süd-Amerikanische Länder könnten ebenfalls von Überflutungen betroffen werden, warnte die Organisation. Für diverse Küstenregionen im gesamten Pazifikraum seien bereits Tsunami-Warnungen ausgerufen worden.

Mitarbeiter von World Vision aus den Regionen berichteten, dass der Tsunami eine ähnliche Kraft entwickelt habe wie der Tsunami im Jahr 2004. "Insbesondere um die kleinen Inselstaaten machen wir uns große Sorgen", betonte Christoph Waffenschmidt, Vorstandsvorsitzender von World Vision Deutschland.

Mit großer Sorge betrachtet Caritas international die Auswirkungen der außergewöhnlich hohen Tsunami-Welle auf andere Pazifikländer wie Indonesien und die Philippinen. Caritas-Mitarbeiter in Indonesien träfen Vorkehrungen für das erwartete Auftreffen der Tsunami-Welle im Nordosten des Landes. Zu befürchten sei, dass einige Pazifik-Inseln vollständig überflutet werden könnten. Für die Opfer des schweren Erdbebens in Japan stellte Caritas international 50.000 Euro bereit.

Foto: Büro Dagmar G. Wöhrl MdB

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