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wb_migration_80Washington. - Rund 30 Millionen Afrikaner haben ihre Heimatländer verlassen und suchen ihr Glück im Ausland. Die Rücküberweisungen dieser Migranten in die Heimat - rund 40 Milliarden US-Dollar im Jahr 2010 - tragen beträchtlich zu einer Verringerung der Armut bei. Das geht aus einem neuen Bericht der Weltbank und der Afrikanischen Entwicklungsbank mit dem Titel "Leveraging Migration for Africa: Remittances, Skills, and Investments" hervor, der am Mittwoch in Washington veröffentlicht worden ist.

Dem Bericht zufolge haben sich die offiziell verbuchten Geldtransfers der afrikanischen Migranten in ihre Heimatländer in den Jahren 1990 bis 2010 vervierfacht. Sie waren mit knapp 40 Mrd. Dollar im vergangenen Jahr die größte Auslandskapital-Quelle nach den ausländischen Direktinvestitionen. Am häufigsten werden die Gelder der afrikanischen Diaspora für den Kauf von Land, für den Bau von Häusern, für die Gründung eines kleinen Geschäftes oder für die Ausbildung von Kindern verwendet, so die Weltbank. Ihr Anteil am gesamten Investitionsvolumen liege in Burkina Faso bei 36 Prozent, in Kenia bei 55 Prozent, in Nigeria bei 57, im Senegal bei 15 und in Uganda bei 20 Prozent.

Wie aus dem Bericht weiter hervorgeht, wandern zwei Drittel der Migranten aus Subsahara-Afrika, vor allem ärmere Migranten, in andere afrikanische Länder ab, während mehr als 90 Prozent der Migranten aus Nordafrika den afrikanischen Kontinent verlassen. Die wichtigsten Ziele sind dabei Frankreich (9 Prozent der Emigranten), Elfenbeinküste (8) Südafrika (6) Saudi-Arabien (5) und die USA sowie Großbritannien mit jeweils 4 Prozent.

Nach Ansicht von Weltbank-Direktor Hans Timmer wird sich der Migrationsdruck künftig verstärken, weil die Bevölkerung in Afrika wächst und die Zahl der Arbeitskräfte in Europa und anderen entwickelten Regionen sinkt. Die afrikanischen Regierungen sollten die Beziehungen zur Diaspora stärken und das Potential der Rücküberweisungen besser für die Entwicklung nutzen, fordert Dilip Ratha, der Haupt-Autor des Berichtes.

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Quelle: Weltbank


Afrikanische Banken, so der Bericht, könnten beispielsweise "Diaspora Bonds" herausgeben. Die Anleihen könnten an Migranten in Übersee verkauft werden und so afrikanischen Regierungen mehr Zugang zu Kapital verschaffen. Afrikanische Staaten südlich der Sahara könnten auf diese Weise fünf bis zehn Milliarden Dollar pro Jahr erwirtschaften.

Nach Angaben der Vereinten Nationen gibt es derzeit rund 215 Millionen Migranten weltweit. Die Rücküberweisungen in alle Entwicklungsländer werden für das Jahr 2010 auf ingesamt 325 Milliarden US-Dollar geschätzt.

www.worldbank.org


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