wb_devhorizon_2011_80Washington. - Im Jahr 2025 wird die Hälfte des globalen Wirtschaftswachstums auf das Konto von sechs Ländern gehen: Brasilien, China, Indien, Indonesien, Südkorea und Russland. Das prognostiziert die Weltbank in ihrem neuen Bericht "Global Development Horizons 2011". Auch das internationale Währungssystem werde nicht mehr allein vom US-Dollar dominiert. Die wachsende Macht der Schwellenländer lasse eine multipolare Weltwirtschaft entstehen.

Die Schwellenländer könnten als gesamte Gruppe in den Jahren 2011 bis 2025 ein durchschnittliches Wirtschaftswachstum von 4,7 Prozent verzeichnen, sagt der Weltbank-Bericht "Global Development Horizons 2011 - Multipolarity: The New Global Economy" voraus. Die Ökonomien in den bereits entwickelten Länder wüchsen dagegen nur um 2,3 Prozent.

"The fast rise of emerging economies has driven a shift whereby the centers of economic growth are distributed across developed and developing economies - it's a truly multipolar world", erklärte Justin Yifu Lin, der Chefökonom der Weltbank. "Emerging market multinationals are becoming a force in reshaping global industry, with rapidly expanding South-South investment and FDI inflows. International financial institutions need to adapt fast to keep up."

Der Bericht hebt die unterschiedlichen Entwicklungs-Strategien der Schwellenländer hervor. Während Südkorea und China ihr Wachstum vor allem den Exporten verdanken, setzten Länder wie Brasilien und Mexiko stärker auf den Verbrauch im Inland. Mit dem Entstehen einer substantiellen Mittelklasse in Entwicklungsländern und demographischen Veränderungen vor allem in den ostasiatischen Ökonomien, so die Weltbank, werde sich der heimische Konsum in den aufstrebenden Staaten stabilisieren und das globale Wirtschaftswachstum nachhaltig fördern.

Um ihr Wachstum aufrecht erhalten und Krisen vermeiden zu können, müssten Länder wie China, Indonesien, Indien und Russland ihre staatlichen Institutionen reformieren, sowohl im wirtschaftlichen und finanzpolitischen als auch im sozialen Bereich, so der Weltbank-Bericht. In Ländern wie Brasilien, Indien und Indonesien sei der Zugang zu Bildung eine große Herausforderung. Aber auch die multilateralen Institutionen wie die Weltbank müssten sich reformieren und den Entwicklungsländern adäquate technische Unterstützung, Hilfe und Beratung zur Verfügung stellen, damit sie sich an die multipolare Welt anpassen können.

www.worldbank.org

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