g20Berlin. - Das erste Treffen der Agrarminister der 20 mächtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) ist am Donnerstag in Paris zu Ende gegangen. Beobachter aus den Reihen der Entwicklungs-Organisationen zeigten sich enttäuscht über die Ergebnisse, vor allem hinsichtlich der mangelnden Regulierung der Rohstoffmärkte.

Die entwicklungspolitische Organisation ONE begrüßte, dass ein für die Armutsbekämpfung so wichtiges Thema wie die Landwirtschaft auf der Ebene der G20 diskutiert wurde. Das Abschlussstatement lasse jedoch den Ehrgeiz vermissen, die Preisentwicklung auf den Agrarmärkten über angemessene Maßnahmen in den Griff zu bekommen, kritisierte ONE.

"Was die Landwirtschaftsminister hier beschlossen haben, wird das Leben eines Kleinbauern in Afrika nicht verbessern", sagte der Deutschlanddirektor von ONE, Tobias Kahler. "Die Kernfrage der Regulierung von landwirtschaftlichen Rohstoffmärkten wird nur angesprochen, um sie an die Runde der Finanzminister und Staatschefs zu delegieren. Wir müssen abwarten, ob sich hier im weiteren Verlauf des Jahres etwas bewegt."

ONE begrüßte jedoch, dass die Herausforderungen rund um den Anbau von Biotreibstoffen weiter diskutiert und dazu intensiver geforscht werden solle. Die Schaffung regionaler Rohstoffbörsen und entsprechender Pilotvorhaben sei ebenfalls positiv.

ONE will Mitte Juli einen Bericht zur Umsetzung der Zusagen des G8-Gipfels von L’Aquila veröffentlichen. Im italienischen L’Aquila hatten die Geber 2009 umfangreiche Maßnahmen zur Förderung der landwirtschaftlichen Entwicklung in den Entwicklungsländern vereinbart.

www.g20.org
http://one.org

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