pakistan_flagge_100Berlin. - Die Bundesregierung will den Wiederaufbau in Pakistan weiterhin unterstützen. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und das Auswärtige Amt kündigten am Donnerstag an, in diesem Jahr weitere neun Millionen Euro Not- und Übergangshilfe bereit zu stellen. Gleichzeitig seien aber mehr Eigenanstrengungen der pakistanischen Regierung beim Wiederaufbau und bei der Entwicklung des Landes notwendig.

Ein Jahr nach den verheerenden Fluten in Pakistan mit rund 20 Millionen direkt betroffenen Menschen erklärten Außenminister Guido Westerwelle und Entwicklungsminister Dirk Niebel (beide FDP), Pakistan benötige weiterhin deutsche Unterstützung.

"Gerade die Menschen im Nordwesten Pakistans sind von der militärischen Auseinandersetzung mit den Taliban und den Folgen der Flutkatastrophe doppelt betroffen", sagte Niebel. "Deutschland wird den Wiederaufbau deshalb weiterhin unterstützen. Klar ist aber auch, dass wir von der pakistanischen Regierung beträchtliche Eigenanstrengungen beim Wiederaufbau und bei der Entwicklung des Landes fordern. Bislang ist hier zu wenig geschehen, gerade bei den politischen und wirtschaftlichen Reformen." Außenminister Westerwelle erklärte: "Weder ein wirksamer Kampf gegen den internationalen Terrorismus noch eine dauerhafte Stabilisierung Afghanistans sind ohne eine Einbindung Pakistans denkbar."

Um neben dem Wiederaufbau auch die noch immer prekäre Versorgungslage vieler Flutopfer in Pakistan zu lindern, sagte das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) für dieses Jahr weitere sieben Millionen Euro Not- und Übergangshilfe zu. Das Auswärtige Amt (AA) will zusätzlich mehr als zwei Millionen Euro bereitstellen.

"Ich konnte mir vor wenigen Wochen in Pakistan selbst ein Bild machen", sagte Entwicklungsminister Niebel. "Die Schäden sind auch ein Jahr nach der Katastrophe vielfach sichtbar, gerade in der Schwerpunktregion unserer Zusammenarbeit, dem pakistanischen Nordwesten. Das BMZ wird daher in diesem Jahr weitere 7 Millionen Euro für entwicklungsorientierte Not- und Übergangshilfe zur Verfügung stellen."

Die Bundesregierung hatte für Pakistan angesichts der Flut im letzten Sommer insgesamt 35 Millionen Euro Soforthilfe bereitgestellt, die für Nahrungsmittel, Medikamente, Notunterkünfte und Maßnahmen der Übergangshilfe eingesetzt wurden. Die Mittel stammten je zur Hälfte aus dem AA und dem BMZ. Sie wurden über deutsche und internationale Hilfsorganisationen und die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) umgesetzt.

www.bmz.de

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