faire_wocheBerlin. - Mit einer Spree-Schifffahrt durch das Berliner Regierungsviertel ist am Freitag die "Faire Woche 2011" gestartet worden. Bei strahlendem Sonnenschein stiegen zum offiziellen Start der Aktionswoche hunderte Luftballons auf. Eine Schulklasse verkündete im Chor das diesjährige Motto: "Fair ist mehr!" Und Vertreter von Produzenten aus Ländern des Südens berichteten aus erster Hand von ihren Erfahrungen mit dem Fairen Handel.

Mit an Bord waren auch Hans-Jürgen Beerfeltz, Staatssekretär im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) sowie Prof. Dr. Barbara Asbrand, Vorsitzende des Forums Fairer Handel. 
"Moderne Entwicklungszusammenarbeit fördert die Selbsthilfe und trägt dazu bei, dass sich Menschen aus eigener Kraft aus der Armut befreien können. Genau das tut der Faire Handel und deswegen liegt er mir sehr am Herzen", erklärte Staatssekretär Beerfeltz. "Der Faire Handel wird von der Bundesregierung besonders gefördert und ich freue mich sehr über das große zivilgesellschaftliche Engagement zur Fairen Woche."

Das Motto der Fairen Woche 2011 "Fair ist mehr" beschreibt aus der Sicht des Forums Fairer Handel treffend, worum es beim Fairen Handel geht: Der Faire Handel macht auf die Menschen hinter den Produkten aufmerksam, verbindet Produzenten und Konsumenten und eröffnet neue Perspektiven - sowohl für die Bauern im Süden als auch für die Verbraucher hierzulande. Denn der Faire Handel ermöglicht den Produzentenfamilien nicht nur faire Preise, sondern auch bessere Zukunftsperspektiven durch Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen, Gesundheits- und Sozialprojekte. Die Verbraucher profitieren von der guten Qualität der Produkte und der Transparenz durch faire Handels- und Herstellungsstrukturen.

Die Vorteile des Fairen Handels kennt auch Shay Cullen, Gründer und Leiter der PREDA-Stiftung auf den Philippinen und ebenfalls mit an Bord. Seit Jahren setzt er sich intensiv für Menschenrechte und den Fairen Handel ein und unterstützt das Konzept der Aktionswoche: "Wer fair gehandelte Produkte kauft, setzt sich unmittelbar für bessere Lebensbedingungen in den Herkunftsländern der Produkte ein. Kampagnen wie die Faire Woche tragen dazu bei, dass das Bewusstsein für verantwortungsvollen Konsum steigt und mehr Produzentinnen und Produzenten vom Fairen Handel profitieren können."

Barbara Asbrand vom Forum Fairer Handel würdigte den Erfolg der Fairen Woche in den letzten zehn Jahren: "Die Faire Woche zeigt Wirkung, der weltweite Umsatz fair gehandelter Produkte liegt mittlerweile bei über vier Milliarden Euro. Damit leistet der Faire Handel einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung und Entwicklung vor allem in ländlichen Regionen in den Ländern des Südens." 




Während der Fairen Woche im September laden zum zehnten Mal Weltläden, Initiativen und Aktionsgruppen, Supermärkte, Gastronomie-Betriebe, Verbände und Einzelpersonen bei mehr als 2.000 Veranstaltungen dazu ein, Produkte aus Fairem Handel kennen und genießen zu lernen. Bei fairen Menüs, Vorträgen und Gesprächen mit Produzentenvertretern, Fahrradtouren und vielfältigen anderen Veranstaltungen wird der Faire Handel erlebbar.

www.fairewoche.de

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